BfB will das Nadelöhr Dierath entschärfen

Die K 2 schlängelt sich durch Dierath und ist ein Nadelöhr. Dazu stellte das Bündnis für Burscheid Anträge und Anfragen.Foto: Doro Siewert
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Die K 2 schlängelt sich durch Dierath und ist ein Nadelöhr. Dazu stellte das Bündnis für Burscheid Anträge und Anfragen.Foto: Doro Siewert

Zuständig ist der Kreis: Stadt leitet Anträge zur K 2 weiter

Von Nadja Lehmann

Wer je schon auf der Kreisstraße 2 durch Dierath fuhr und sich angesichts eines im Gegenverkehr nahenden Autos ängstlich in eine hoffentlich gerade auftuende Parklücke rettete, der weiß, was ein Nadelöhr ist. Deshalb hatte die Fraktion des Bündnis für Burscheid (BfB) einen Forderungskatalog an Bürgermeister Stefan Caplan geschickt. Die Verwaltung möge eine Verkehrserhebung/-zählung in Dierath durchführen lassen, ein Konzept für den ruhenden Verkehr durch Aufbringung von Parkmarkierungen oder durchgehende alternierende Halteverbotszeichen entwickeln, auf eine stärkere Frequenz der Geschwindigkeitsüberwachung hinwirken sowie eine Umsetzung der Radwegebenutzungspflicht prüfen.

Auf der Sitzung des Stadtentwicklungsausschusses gab es nun erste Antworten und Beschlüsse. Kurz zusammengefasst: Die BfB-Anträge werden an den Kreis bzw. die Kreispolizei weitergeleitet.

Zur Verkehrszählung: Dafür sei nicht die Stadt Burscheid, sondern, da es sich um eine Kreisstraße handelt, der Rheinisch-Bergische Kreis zuständig, so die Stadtverwaltung in der Beschlussvorlage. Das BfB hatte seinen Antrag folgendermaßen begründet: Die Verkehrserhebung solle Aufschluss darüber geben, inwieweit die Ortsdurchfahrt nach aktuellen technischen Standards noch als Kreis- und somit als sogenannte klassifizierte Straße geeignet ist, dem überörtlichen Verkehr gerecht zu werden. „Insbesondere durch die Verdichtung der Ortschaft und die gestiegene Anwohnerzahl ist ein Anstieg des Anliegerverkehrs zu unterstellen“, heißt es im BfB-Antrag.

Letzte Verkehrszählung gab es vor sechs Jahren

Die letzte Verkehrszählung habe 2015 stattgefunden, so die Stadtverwaltung. Die Straßenverkehrszählung, 2020 geplant, sei wegen Corona auf 2021 geschoben worden und werde zwischen April und Oktober stattfinden, heißt es weiter. Mit Ergebnissen rechnet die Stadt im September 2022.

Auch ein Parkraumkonzept könne nur der Kreis aufstellen: Dieser indes hält es für möglich, dass die Stadt Burscheid diese Aufgabe in Dierath übernimmt. Die Verwaltung werde darüber mit dem Kreis sprechen und in einer der nächsten Sitzungen des Fachausschusses berichten.

Die Verwaltung macht aber darauf aufmerksam, dass durch ein Konzept Parkplätze wegfallen könnten, weil dieses Schleppkurven für den Schwerverkehr berücksichtigen müsse: „Bei den klassifizierten Straßen steht der Fließverkehr aufgrund der überörtlichen Verbindungsfunktion im Vordergrund.“

Auch sowohl für die Geschwindigkeitsüberwachung als auch für die Prüfung der Radwegebenutzung ist der Kreis verantwortlich. Die BfB-Anfragen leitet die Stadt nun nach Bergisch Gladbach weiter. Zum Thema Geschwindigkeit erwägt die Stadtverwaltung jedoch, ein städtisches Tempoinfogerät einzusetzen.

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