Baumfällung

BfB wendet sich gegen Vorstoß der Grünen

BfB-Fraktionsvorsitzender Michael Baggeler und BfB-Stadtentwicklungspolitikerin Ulrike Hanke.
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BfB-Fraktionsvorsitzender Michael Baggeler und BfB-Stadtentwicklungspolitikerin Ulrike Hanke.
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Baustelle bedingt die Fällung von drei Linden – Parteien uneins über Sinnhaftigkeit.

Von Susanne Koch

Burscheid. Bündnis 90/Die Grünen wollen die drei Linden auf einer Verkehrsinsel erhalten, die wegen der Baustelle auf der Bürgermeister-Schmidt Straße gefällt werden sollen. Wie der Bergische Volksbote berichtete, stellen die Kommunalpolitiker jetzt einen entsprechenden Antrag.

Dagegen wendet sich die Fraktion von Bündnis für Burscheid (BfB). „Der Erhalt der drei Bäume macht die ökologischen Folgen durch Umleitungen und Ampelverkehr nicht wett“, sagt Fraktionschef Michael Baggeler. Das Bündnis für Burscheid spreche sich für den Vorschlag der Stadtverwaltung aus, auch während der acht- bis neunmonatigen Baustellenphase in der Bürgermeister-Schmidt Straße zwischen Friedrich-Goetze- und Höhestraße Begegnungsverkehr zuzulassen. Dafür müsste die Verkehrsinsel mit den Linden verschwinden. Das wollen die Grünen nicht und sprechen sich alternativ für eine einspurige Verkehrsführung und die Umleitung über Geilenbach, Sträßchen und Kaltenherberg aus.

Baggeler sagt hierzu: „Dies würde bedeuten, dass der Durchgangs- und innerstädtische Verkehr als Linksabbieger auf die ehemalige B 51 trifft. Bereits jetzt müssen Linksabbieger dort häufig Geduld aufbringen.“ Der Schaden, den der Erhalt der Verkehrsinsel mit besagten Bäumen bedeuten würde, wäre weitaus größer als der Gewinn durch deren Erhalt.

Die Verkehrsinsel ist kein geeigneter Standort

BfB-Ratsmitglied Bernhard Cremer, als Landschaftsarchitekt ein Mann vom Fach, erklärt: „Für die drei Linden ist die Verkehrsinsel kein geeigneter Standort. Nach mehr als 30 Jahren müssten sie viel stärker entwickelt sein.“ Und BfB-Stadtentwicklungspolitikerin Ulrike Hanke fügt hinzu: „Ein verkehrliches Nadelöhr hätte auch Auswirkungen auf die ausrückenden Fahrzeuge der Feuerwehr – vor allem im Berufsverkehr.“

Im Umweltausschuss wurde das Thema unter dem Punkt Verschiedenes schon aufgegriffen. SPD-Fraktionschef Klaus Becker sagte dazu: „Die Planung ist bereits beschlossen. Dabei ist der Klimawandel auch für uns sehr wichtig.“ Er schlägt vor, dass die Stadt anschließend 20 bis 25 Bäume pflanzt. Und Dr. Wolfgang Krämer (FDP) merkte zum Thema Baumverpflanzungen an: „Einen alten Baum zu verpflanzen, macht wenig Sinn, weil das eine große Vorlaufzeit braucht.“ Es sei sinnvoller, Bäume aus der Baumschutzsatzung als Ersatz zu pflanzen.

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