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Unscheinbar, aber wirkungsvoll: die Naturkrippe im Museum.
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Unscheinbar, aber wirkungsvoll: die Naturkrippe im Museum.

Freilichtmuseum in Lindlar präsentiert eine Naturkrippe – und weihnachtliche Stuben verschiedener Epochen.

Burscheid. Hinter einem Weidenzaun vor dem Gebäude Großhecken ist im Freilichtmuseum Lindlar des Landschaftsverbandes eine Naturkrippe zu besichtigen. Auf den ersten Blick ist ein wenig Phantasie nötig, um aus der Installation aus Hölzern, Steinen, Moosen und Sägespänen eine Krippenszene zu erkennen. Auf den zweiten Blick ist die Weihnachtskrippe mit der heiligen Familie, den Hirten und Ochs und Esel aber deutlich zu erkennen.

Konzipiert und gestaltet wurde die Krippe von Marianne Frielingsdorf, die als Kräuterfrau schon seit etwa 30 Jahren für das Freilichtmuseum aktiv ist, heißt es in einer Pressemitteilung.

Seit Beginn des Jahres wurden Naturmaterialien gesammelt

Inspiriert durch ein Krippenfoto des Museumsökologen hatte Frielingsdorf bereits seit Beginn des Jahres immer wieder entsprechende Naturmaterialien gesammelt und gelagert. So wuchs aus Baumscheiben, Weidengeflechten und Ilex-Zweigen langsam der Fundus für die Gestaltung der Krippe. Die einzelnen Figuren sind abstrakt aus Holzzweigen gefertigt. Um verschiedene Hautfarben darzustellen, wurden neben dem hellen Birkenholz auch andere Hölzer verwendet. Für Marianne Frielingsdorf war der Aufbau der Krippe auch wie eine kleine Zeitreise in ihre Kindheit – ohne vorgefertigtes Spielzeug wurde damals mit allen möglichen Dingen gespielt.

Die CO2-Bilanz der Naturkrippe liegt bei null, da Frielingsdorf das komplette Material mit dem Fahrrad in das Museum transportiert hat. „Insbesondere bei den Steinen waren das viele mühselige Einzelfahrten“, sagt sie. Das Ergebnis ist aber die Mühe wert, denn von vielen Besuchern gab es sehr positive Resonanz. Viele bleiben längere Zeit vor der Szenerie stehen, da immer wieder neue Details entdeckt werden. Die Krippe verändert sich auch weiter. Komplett ist sie am 6. Januar, wenn die drei Könige ihre Gaben überreichen. Die Krippe ist bis zum 2. Februar im Freilichtmuseum Lindlar zu sehen.

Öffnungszeiten An Heiligabend, dem ersten Weihnachtsfeiertag, Silvester, Neujahr und am 2. Januar ist das Freilichtmuseum in Lindlar geschlossen. An den anderen Tagen hat das Museum von 10 bis 16 Uhr geöffnet. Am 26. Dezember präsentieren Bäcker, Seiler und die Hauswirtschafterin ihr Können. Dazu gibt es in den historischen Gebäuden acht weihnachtlich geschmückte Stuben aus verschiedenen Epochen zu sehen – bis 8. Januar jeweils sonntags. –s-g-

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