Kabarett

Besucher genießen die gelungenen Improvisationen

Im neuen Programm von Kabarettistin Katie Freudenschuss „bleibt nichts, wie es wird“.
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Im neuen Programm von Kabarettistin Katie Freudenschuss „bleibt nichts, wie es wird“.

Kabarett-Abend von Katie Freudenschuss im Kulturbadehaus war nahezu ausverkauft.

Von Tanja Alandt

Burscheid. Nahezu ausverkauft war der musikalische Kabarett-Abend von Katie Freudenschuss im historischen Kulturbadehaus. Vor etwa 30 Gästen präsentierte sie ihr neues Programm „Nichts bleibt, wie es wird“. Vorab bat sie das Publikum, auf einen Zettel zu schreiben, was früher besser war und in eine Schüssel auf der Bühne zu legen.

Während des Abends holte sie sich mit einem Gong der Klangschale einen Zettel heraus und improvisierte ein Gedicht aus den wenigen Stichworten. Dies tat sie als „Tamara“, die sie vielleicht geworden wäre, hätte sie damals „den einen Mann“ geheiratet und zwei tolle Kinder gehabt. „Hätte, hätte, hätte, wäre“, philosophierte die Künstlerin über ein anderes Leben. Da „Tamara“ als Verkäuferin eines Haushaltswarengeschäfts keine Bühnenerfahrung hatte, meisterte sie die spontan improvisierten Gedichte beispielsweise über „nur vier Fernsehprogramme“, die damalige Currywurst und die Freude darüber besonders gut – ganz zur Begeisterung der Gäste. Diese nannte sie Zeitgenossen, „weil man zusammen Zeit genießt“, erläuterte sie die Bedeutung dieses Wortes. Um zu veranschaulichen, wie viel Zeit sie gemeinsam bei dem musikalischen Kabarett-Abend genießen können, positionierte sie eine große Sanduhr auf dem Flügel und ließ den Sandinhalt, der für zwei Stunden ausgelegt war, laufen.

Das erste Lied im Programm:„Wir sind alle über 40“

Zwischendurch stoppte sie die Sanduhr und schenkte fünf Minuten Extra-Zeit durch eine weitere Sanduhr. Dies bescherte dem Publikum ein weiteres Lied von Katie Freudenschuss am Piano sowie Keyboard. Viel gelacht hatten sie bereits seit dem ersten Lied „Wir sind alle über 40“ und die Aussicht darauf, wie lange es in zehn Jahren dauern mag, einen Müllbeutel zuzuknoten.

Nach einem kurzen Kennenlernen von Besucherin Ulla improvisierte Freudenschuss für sie und drei weitere Zeitgenossen aus der Eifel ein Musical, welches die Gäste weiter staunen ließ, wie gut sie aus dem Stand improvisieren, aber auch singen kann. Aus diesem Grund wurde sie von der Geschäftsführerin Vera Leweke und Vorsitzenden des Kulturvereins Burscheid Jelle von Dryander entdeckt und ins Kulturbadehaus eingeladen. „Wir waren so begeistert und mussten sie einfach nach Burscheid holen“, berichteten sie. Wie die Gäste genossen sie die Vor-Premiere sichtlich. Die Künstlerin war ebenfalls glücklich über die Einladung und nannte Burscheid einen „Place to be“.

Bevor der Flügel wieder auseinandergebaut und bis zum nächsten Einsatz im kommenden Jahr verstaut wird, treten am 24. September Anna Khomichko (Piano) und Roger Morello Ros (Cello) mit ihrem Duo-Projekt: „Liebesgeschichte“ um 19.30 Uhr auf.

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