Forellental

Beleuchtung muss um 22 Uhr ausgehen

Vor allem für die Schulkinder, die im Forellental die Bushaltestelle ansteuern, will die SPD mehr Helligkeit.
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Vor allem für die Schulkinder, die im Forellental die Bushaltestelle ansteuern, will die SPD mehr Helligkeit.
  • VonNadja Lehmann
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Untere Naturschutzbehörde hat endgültigen Bescheid zum Forellental verschickt.

Burscheid. Mit der Gleichmütigkeit eines Uhrwerks taucht das Thema immer wieder in den politischen Gremien auf. Zuletzt nun im Stadtrat. Das Forellental und die dort angestrebte Beleuchtung. Ein Anstoß, den die SPD gegeben hatte.

„Die Befürchtung hat sich bewahrheitet“ – so leitete Marc Baack, der Allgemeine Vertreter des Bürgermeisters, seinen Bericht ein. Denn das Rathaus habe nun den endgültigen Bescheid der Unteren Naturschutzbehörde erhalten. Diese hat dem Projekt eine Auflage verpasst: Die geplante Beleuchtung muss zwischen 22 und 6 Uhr ausgeschaltet werden.

Hintergrund: Die angedachte Baumaßnahme betrifft ein Naturschutzgebiet. Deshalb wurde die Untere Naturschutzbehörde in die Planung einbezogen und um Stellungnahme gebeten. Diese gibt dem Bauvorhaben nun klare Vorgaben mit auf den Weg: Wegen des Insektenschutzes darf es demnach nur eine bestimmte Beleuchtung geben, die Lichtmasten dürfen eine bestimmte Höhe nicht überschreiten und wegen des dortigen Schülerverkehrs müssen bestimmte Ein- und Ausschaltzeiten beachtet werden. Heißt: Ab 22 Uhr müsste es an der K 2 dunkel werden. „Ich habe auch eine gute Nachricht“, schloss Baack seinen Bericht. „Unser Eigenanteil reduziert sich auf rund 16 000 Euro. Stand jetzt würden wir es so machen.“

Klaus Becker bewies einmal mehr langen Atem. Als „Never-Ending-Story“ hatte der SPD-Fraktionsvorsitzende das Forellental immer wieder gern bezeichnet und machte auch dieses Mal keinen Rückzieher. „An die Nachtschwärmer haben wir mit unserem Vorstoß eher weniger gedacht. Es ging uns ja um die Schüler“, kommentierte er und gab der Verwaltung die klare Direktive mit auf den Weg: „Bitte weiterverfolgen!“

Horst Buttkus will nicht, dass Stadt in die Bresche springt

Aber auch Horst Buttkus machte keinen Rückzieher. „Ich bleibe dabei. Ich bin dagegen, dass die Stadt Kosten übernimmt, die eigentlich Sache des Kreises sind“, betonte der CDU-Ratsherr.

Zum Hintergrund: Im März 2021 hatte sich die SPD für einen helleren Straßenabschnitt an der K 2 starkgemacht, nachdem es dementsprechende Bürgeranträge schon 2015 und 2020 gegeben hatte. Mit der Beleuchtung wollten die Sozialdemokraten den als Schulweg genutzten Abschnitt sicherer machen. Allerdings: Zuständig für die Kreisstraße und ihre Belange, ist der Rheinisch-Bergische Kreis. Dieser aber stattet die in seiner Verantwortung stehenden Straßen prinzipiell nicht mit Licht aus. Wünscht eine Kommune dies trotzdem, muss sie die Kosten tragen: Dieser Anteil ist nun aktuell auf 16 000 Euro gesunken. Der Kreis plant ohnehin eine Sanierung der Fahrbahndecke und stellt in diesem Zusammenhang einen Förderantrag.

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