Beirat diskutiert über die Einrichtung von Behindertenparkplätzen

Im Umfeld der Adler-Apotheke sollen auf dem dazugehörigen Parkplatz zwei Behindertenparkplätze entstehen: Das war Teil der Genehmigung zur Nutzungsänderung.
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Im Umfeld der Adler-Apotheke sollen auf dem dazugehörigen Parkplatz zwei Behindertenparkplätze entstehen: Das war Teil der Genehmigung zur Nutzungsänderung.

Fachgremium für Inklusion will sich, seine Arbeit und die Angebote seiner Mitglieder bekannter machen

Von Nadja Lehmann

Ein Burscheider hatte sich an die Stadt gewandt. Sein Wunsch: die Einrichtung eines Behindertenparkplatzes am Ärztehaus Hauptstraße 83-85 sowie an der ein paar Meter weiter entfernten Adler-Apotheke. Ein Thema, mit dem jetzt Andrea Janeck am Dienstagvormittag in den Beirat Inklusion gekommen war, um es mit dem Fachgremium zu diskutieren. Sie selbst, so stellte sich Janeck vor, sei stellvertretende Leiterin des Amtes Sicherheit, Ordnung, Soziales und Personenstandswesen und dort insbesondere für Verkehrsangelegenheiten und die Kommunikation mit der Straßenverkehrsbehörde respektive dem Kreis zuständig. Mit diesem hatte sie im aktuellen Fall auch schon Kontakt aufgenommen. Denn: „Wir sind ja gar nicht befugt, Verkehrsanordnungen zu treffen.“

Die Einrichtung eines Behindertenparkplatzes hat Konsequenzen, insbesondere auf Höhe des Ärztehauses, berichtete Andrea Janeck nun. „Es käme zum Wegfall anderer Parkplätze und zu einer Einengung der Straße, weil Behindertenparkplätze eine größere Breite haben.“ Der Kreis hatte im Gegenzug aber auf eine Alternative aufmerksam gemacht: Auf der gegenüberliegenden Seite herrscht eingeschränktes Halteverbot – aber wer eine dementsprechende Bescheinigung über seine Behinderung vorweist, kann dort für seinen Arztbesuch bis zu drei Stunden parken. Eine sichere Querung sei durch eine Ampel gewährleistet.

Als noch einfacher entpuppte sich die Situation an der Adler-Apotheke und ihrem privaten Parkplatz. „Im Rahmen der Nutzungsänderung hätte die Einrichtung eines Behindertenparkplatzes dort schon geschehen müssen“, hob Thomas Kaps (BfB) hervor, der als Vorsitzender des Schul- und Sozialausschusses beratendes Mitglied im Beirat ist. Die Beiratsvorsitzende Susanne Schäfer-Lordt fasste zusammen: „Ist dem Antragsteller bewusst, dass er gegenüber länger parken kann? Darüber sollte er informiert werden. Und dem Apotheker müssen wir auf die Füße treten.“

Wer denn an der Apotheke die Kosten für diesen Umbau trage, hatte Anne Stegert (mit Schäfer-Lordt in einer Doppelspitze tätig) noch gefragt. Klare Antwort von Thomas Kaps: „Der Eigentümer muss zahlen. Das ist Teil der Genehmigung für die Nutzungsänderung.“

Pragmatisch agierte der Beirat bei der Frage nach Sitzgelegenheiten

Ähnlich pragmatisch agierte der Beirat auch beim zweiten Anliegen, bei dem es um mehr Sitzgelegenheiten an der Trasse ging. Die Antragsteller sollen nun ganz präzise auf einer Karte markieren, wo sie Bedarf für ein Sitzmöbel sehen. Weitere Überlegungen galten der Tatsache, dass die Gesetzlichen Krankenkassen ab 2023 soziale Gruppen fördern wollen: Darauf hatte Angela Mascharz hingewiesen, die in der Peer-Beratung KoKoBe arbeitet. „Vor allem Ältere, die eigentlich sonst noch fit sind, drohen, nach Tod des Partners und im Ruhestand in die Isolation abzugleiten. Da gibt es Bedarf“, betonte sie. Indes: Ein Träger, der so etwas anbietet, müsse erst gefunden werden.

Überhaupt geht es darum, da waren sich die Beiratsmitglieder einig, ihre Angebote und sich bekannter zu machen – und damit auch den Beirat, der diese Belange vertritt. „Eine Mutter sagte mir, ihr sei nicht bewusst gewesen, dass es ein Gremium gibt, das sich für sie und ihren Sohn einsetzt“, erzählte Susanne Schäfer-Lordt, die die Alpha-Tagesstätte für psychisch kranke Menschen Auf dem Schulberg leitet. Ihr Vorschlag: „Die Menschen müssen merken, dass es durch uns Erleichterungen für sie gibt.“

Behindertenparkplätze vor der Hauptstraße 83-85 könnten zu einer Verengung führen. Alternative ist die gegenüberliegende Seite, hieß es nun.

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