Bei der Pflanzentauschbörse herrscht reger Austausch

Bekanntes Grün und seltene Exemplare: Die Pflanzenfreunde kamen scharenweise auf den Marktplatz. Foto: Doro Siewert
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Bekanntes Grün und seltene Exemplare: Die Pflanzenfreunde kamen scharenweise auf den Marktplatz.

Erstmals nach der langen Corona-Pause konnten sich Gärtnerinnen und Gärtner wieder treffen

Von Ursula Hellmann

Gut besucht war am Samstagvormittag die Pflanzentauschbörse auf dem Marktplatz. Irmtraud Vorkauf, Vorsitzende des Obst- und Gartenbau-Vereins, konnte um 9.15 Uhr bereits die ersten Besucher begrüßen.

Mit einem bunten Sortiment von Blumensorten hatte sich etwa das Ehepaar Waltraud und Karl-Heinz Piele aus Kürten auf den Weg gemacht, um für ihre Dahlien, Reinblatt-Astern und andere Pfleglinge einen neuen Lebensraum zu suchen.

Piele: „Es gibt im Bergischen Land nicht viele Gelegenheiten dieser Art. Wir nehmen darum Termine wahr, die unserer privaten Planung entgegenkommen.“ Eine besonders attraktive Pflanze hatte es dem Ehepaar dann so sehr angetan, dass sie demnächst in Kürten blühen wird: eine Pfingstrose in der seltenen Blütenfarbe reinweiß.

Gärten, die aus privaten Gründen aufgelöst werden, das gehört indes auch zu den Erfahrungen des Gartenbauvereins. In solchem Fall sorgen die Mitglieder für die Bergung und den Transport der Pflanzen.

Aus den Gesprächen der Garten-Freunde wurde übereinstimmend deutlich: Dieser Sommer mit Sonne und Regen ließ alles Grün außergewöhnlich üppig wachsen.

Nadine Schwab aus Bergisch-Neukirchen hatte ihre Kinder Tim (7) und Linda (5) mitgebracht. Beide schauten sich sozusagen fachmännisch alle grünen Gräser und Stängel an. „Besonders Tim findet es interessant, wenn er in der Schule erfährt, wie zum Beispiel Brennnesseln geerntet werden können, ohne dass es Blasen gibt.“

Sehr genau konnte Tim erzählen, wie aus Brennnessel-Samen mit anderen Zutaten ein leckeres Müsli wird. Eine von Lindas Lieblingsblüten sind die Gänseblümchen. Dass sie sich auch essen lassen, wusste Linda schon genau.

Welche Schönheit sich in einer halbwelken Pflanze verbirgt, erklärte das Ehepaar Thiele aus Heddinghofen. „Als kleines Töpfchen mit jungen Trieben erhielt ich die erste Canna als Geburtstagsgeschenk. In den vier Jahren bei uns, und durch eine artgerechte Unterbringung im Winter, entstanden darauf bis jetzt mehrere Einmeter-Urwälder. Ihre wundervollen orangefarbenen Blüten begeistern uns aber immer wieder.“

Lange Zeit fand der Austausch online statt

Einer der beiden großen Wurzelballen fand unweit vom Markt ihr neues Zuhause im Füllsichel bei Vereinsmitglied Christine Schulz. Bis in den Mittag hinein trafen stets neue Börsenteilnehmer ein. Teils mit eigenem Tauschmaterial, teils als spontane Abnehmer. In alter Tradition saßen Gärtnerinnen und Gärtner in gemütlicher Runde am langen Tisch zusammen. Die erste Live-Pflanzenbörse nach langen Monaten genossen alle. In der Zwischenzeit waren aber die Kontakte keineswegs weggebrochen. Vorkauf: „Es hat alles online stattgefunden. Das war besser als nichts. Es sind sogar dadurch einige Netzteilnehmer auf unseren Verein gestoßen und haben sich zur Mitgliedschaft entschlossen.“

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