„Beflügelt“ spielt die Musicalische Academie auf

Für Nicolai Dembowski ist es sein Debüt als musikalischer Leiter der Musicalischen Academie: Der gebürtige Niedersachse dirigiert am Sonntag. Archivfoto: Nadja Lehmann
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Für Nicolai Dembowski ist es sein Debüt als musikalischer Leiter der Musicalischen Academie: Der gebürtige Niedersachse dirigiert am Sonntag. Archivfoto: Nadja Lehmann

Konzert mit neuem musikalischen Leiter am Sonntag im Haus der Kunst

Von Nadja Lehmann

Wenn die Musicalische Academie am kommenden Sonntag die Bühne des Haus der Kunst betritt, dann ist es kein Konzert wie jedes andere. Zum einen gibt ihr neuer musikalischer Leiter Nicolai Dembowski damit sein Debüt. Zum anderen kehrt der kostbare Steinway-Flügel der Paul-Luchtenberg-Stiftung nach seiner umfassenden Sanierung wieder in die Öffentlichkeit zurück. Und die Fans und Freunde des renommierten Burscheider Ensembles könnten auch einfach nur sagen: Endlich! Denn Corona und damit verbundener Probenausfall hatten dafür gesorgt, dass das Konzert immer wieder verschoben werden musste. Nun aber heißt es, losgelöst von aller Virus-Erdenschwere: „Beflügelt“.

Unter diesem Titel fasst die Musicalische Academie ihr Programm zusammen. Zu hören sein werden ein Satz aus der Suite „Pelléas et Mélisande“’ von Gabriel Fauré und Beethovens Klavierkonzert Nr. 4 G-Dur. Solist ist Boris Radulovic. Er ist in Burscheid kein Unbekannter, trat bereits zweimal mit der Musicalischen Academie auf und war derjenige, der entdeckte, dass mit dem Steinway-Flügel etwas los ist. „Mit dem Flügel stimmt etwas nicht“: So hatte es Radulovic 2017 nach seinem Auftritt angemerkt. Da hatte er Edvard Grieg gespielt und schon bei den Proben gestutzt. Ehrensache, dass er nun den Flügel willkommen heißen darf.

Auch für Tilmann Werner ist es kein Konzert wie jedes andere. „Wir sind aufgeregt“, sagt der Vorsitzende der Musicalischen Academie, der im vergangenen Jahr Nachfolger von Anke Wischer wurde. „Wir sind gerade in der intensivsten Probenphase.“ Heute wird nochmals zusammen musiziert, am Samstag ist Generalprobe. „Wir haben auch schon einmal mit dem Solisten geprobt“, erzählt Werner. Da gelte es, sich auf dessen Tempi, auf dessen Interpretation einzustellen: „Wir hören genau zu, was und wie er es macht.“ Innerhalb kurzer Zeit müssten Solist und Orchester zusammenwachsen.

Ebenso wie mit seinem neuen musikalischen Leiter. Im September hatte Nicolai Dembowski die traditionsreiche Musicalische Academie übernommen: „Es geht immer besser“, freut sich Werner.

Und noch etwas ist neu: die Konzertplakate in Flieder- und Rottönen. Optisch und ästhetisch auf jeden Fall ein Gewinn, findet Tilmann Werner. Im Detail müsse man noch nachbessern, wie bei der Lesbarkeit von Rot auf Flieder, zumal bei kleiner Schriftgröße.

Langfristig kündigt sich für die Musicalische Academie auch der Abschied vom Haus der Kunst an, das bekanntlich umgebaut wird. Mit einem Konzert will es Deutschlands ältestes Laienorchester verlassen: Am 15. Mai soll es einen letzten Auftritt an der Höhestraße geben, dann mit Bizet, Rameau und Gluck. Auch die Musikschule werde mit dabei sein, kündigt Werner an.

Doch zunächst ist es nun der kommende Sonntag, an dem die mehr als 30 Musikerinnen und Musiker zeigen wollen, was sie während in der Probenarbeit aus sich herausgekitzelt haben. Einlass ist um 16 Uhr, Beginn um 17 Uhr.

Es gilt 2G plus. Im Haus der Kunst besteht Maskenpflicht, und das Platzangebot ist für das Konzert auf 50 Prozent limitiert. Eintrittskarten (regulär: 20 Euro/ Schüler und Studenten 9 Euro/ Kinder unter 12 Jahren frei) sind in Burscheid erhältlich in der Buchhandlung Ute Hentschel und im Kleinen Lottoladen Rossenbach. Restkarten gibt es an der Tageskasse. Auch über das Kontaktformular auf der Homepage der Musicalischen Academie können Tickets gekauft werden. Infos über sonntags geöffnete Schnellteststellen sind auf der Homepage des Rheinisch-Bergischen Kreises zu finden.

www.musicalische-academie.de

www.rbk-direkt.de/schnelltests.aspx

Sonntag, 30. Januar, 17 Uhr, Haus der Kunst, Höhestraße 5

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