Schulung

Befähigungskurs: Interessierte sind wieder abgesprungen

  • VonNadja Lehmann
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Hospiz hofft auf Teilnehmer bei Schulung, die bald startet.

Burscheid. Beate Heß ist etwas geknickt. Eigentlich hatte die Koordinatorin des Ökumenischen Hospiz ihre Interessentinnen und Interessenten für den nächsten Befähigungskurs schon beisammen. Lediglich ein paar Männer, die bisher hoffnungslos in Unterzahl sind, hatte sie sich noch für den Kurs gewünscht.

Doch nun hat sich alles verändert. „Es ist wie verhext“, bedauert Heß. „Wir hatten so viele Anmeldungen und nun springt einer nach dem anderen ab.“

Hinter dem trockenen Begriff Befähigungskurs, der aber ausdrückt, worum es geht, steht eine umfassende Schulung. Sie soll es Menschen ermöglichen, jenen eine Stütze zu sein, die unheilbar krank sind und/oder im Sterben liegen. Ansprechpartner aber sollen sie auch für die Angehörigen sein. Kaum jemand kann und sollte eine solche Aufgabe nur aus dem Bauch heraus angehen. Es braucht Werkzeuge an die Hand und Hintergrundwissen. Alles dies vermittelt der neue Befähigungskurs, der mit einem Infoabend am 7. September beginnt. Der Kurs umfasst rund 100 Stunden, gliedert sich in 14 Module und beinhaltet ein Praktikum. Und keineswegs ist nur die Mangelware Mann aufgerufen, sondern jede Burscheiderin, die sich engagieren mag.

Dreh- und Angelpunkt ist dabei das Büro des Ökumenischen Hospiz in der Hauptstraße 57. Dort beginnt am Mittwoch, 7. September, um 18.30 Uhr der Infoabend, bei dem es um die Hospizbewegung in Deutschland, die Hospizarbeit in Burscheid und das Befähigungskonzept geht.

Am Freitag, 23. September, startet dann Modul 2 unter der Überschrift „Einführung und Kennenlernen“, in dem sich die Teilnehmenden an zwei Terminen über ihre eigenen Erfahrungen mit Sterben, Verlust und Trauer austauschen. Der Kommunikation ist das dritte Modul gewidmet, zu dem als Referentin Ursula Berns erwartet wird – am 21. und 22. Oktober.

Modul 4 widmet sich dem Umgang mit Sterben und Tod und damit verbundenen Grundsätzen in der Sterbebegleitung. Dafür sind Termine am 18. und 19. November reserviert. Modul 5 rückt den Sterbenden und seine Angehörigen in den Mittelpunkt, im Modul 6 stellen sich erfahrenen Ehrenamtliche vor. Modul 7 beinhaltet das Praktikum. Ein Besuch beim Bestatter, helfende Handgriffe, der Umgang mit eigenen Belastungen, Alterserkrankungen wie Demenz und auch Fragen nach Patientenverfügung oder Vorsorgevollmacht sind die Inhalte weiterer Module. Der Kurs kostet 50 Euro.

Das Ökumenische Hospiz ist unter Tel. (0 21 74) 50 23 erreichbar. Infos auch online:

oehhb.de

„Nun springt
einer nach dem
anderen ab.“

Beate Heß, Koordinatorin

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