Innenstadtpark

Bauzäune schirmen die Grünanlage ab

Der Ein-Mann-Bunker, Relikt einstiger Kriegstage, wird einen neuen Standort in der Anlage erhalten. Fotos: Doro Siewert
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Der Ein-Mann-Bunker, Relikt einstiger Kriegstage, wird einen neuen Standort in der Anlage erhalten.
  • VonNadja Lehmann
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Umgestaltung des Innenstadtparks hat begonnen.

Burscheid. Zäune schirmen die Grünfläche zur Bürgermeister-Schmidt- und zur Friedrich-Goetze-Straße hin ab. Wer hier mit dem Auto vorbeirollt oder zu Fuß vorbeigeht, sieht: Auf dem Alten Friedhof, auch als Innenstadtpark West betitelt, tut sich unzweifelhaft etwas.

Die Gehwegplatten sind entfernt, die Arbeiten auf dem Alten Friedhof können beginnen. Im Hintergrund ist Federal Mogul zu erkennen.

„Der Baubeginn zur Umgestaltung des Innenstadtparks war für Anfang letzter Woche geplant; dafür wurde der Bauzaun aufgestellt“, bestätigt Stadtsprecherin Ann-Kathrin Gusowski. Die Stadt habe die Remscheider Firma Dohrmann mit der Ausführung beauftragt. Dohrmann wiederum habe ein Subunternehmen hinzugezogen.

Der Park soll zukünftig drei unterschiedliche Nutzungsbereiche aufweisen. Südlich des Gartenwegs wird unter anderem die Wegeführung verändert. Dort soll ein Generationengarten mit einem Duft- und Sinnesgarten an beiden Seiten des Wegs entstehen. Dieser soll gleichzeitig dem Verschwinden der Insekten entgegenwirken. Der schon bestehende Boule-Platz wird versetzt und in den Generationengarten integriert. Das Baudenkmal des „Ein-Mann-Bunkers“ erhält einen neuen Standort am südwestlichen Zugang zum Park.

Schon 2020 hätte es eigentlich losgehen sollen

Die zentrale, von Wegen eingerahmte Grünfläche als zweiter Nutzungsbereich kann bei gutem Wetter als Aufenthaltsbereich genutzt werden und grenzt sich damit vom eher ruhigen Bereich, dem Generationengarten mit dem Duft- und Sinnesgarten und der Boule-Anlage, ab. Südlich der Grünfläche führen die beiden Wege, die einen Rundlauf um die Grünfläche ermöglichen, zusammen. Der östliche Weg erhält eine Aufweitung, die mit Bänken ausgestattet zum Betrachten des Treibens auf der Wiese einlädt. Etwas weiter südlich zweigt der Weg in Richtung Südwesten ab, um einen direkten Zugang aus der Bürgermeister-Schmidt-Straße zum Park und über den Gartenweg eine Verbindung zur Hauptstraße zu schaffen.

Modellierte Rasenflächen laden zum Entspannen ein

Dort beginnt der dritte Nutzungsbereich, der besonders durch die modellierten Rasenflächen mit integrierten Sitzstufen im Osten zum Liegen, Sitzen und Entspannen einladen soll. Die vier modellierten Rasenhügel werden maximal 1,40 Meter hoch und schaffen gleichzeitig eine räumliche Abgrenzung zur Bebauung im Osten.

Bereits im Januar hatten die Mitarbeiter des Baubetriebshofs begonnen, Beton- und Wegeplatten zu entfernen, und hatten die Grünfläche vom Mobiliar befreit, hatten Bänke und Mülleimer abmontiert. Im Februar hatte dann Marc Baack von der Stadtverwaltung die Kommunalpolitiker auf den neuesten Stand gebracht und im Stadtentwicklungsausschuss berichtet, dass doch mehr als der „lediglich zwei vorgesehenen Bäume“ entfernt werden müssten. Befürchtungen erstickte Baack schnell im Keim, indem er betonte, dass es sich keineswegs um die prägnanten tonangebenden Bäume handele, sondern eher um Strauchwerk. Auch die neue Wegeführung musste angepasst werden, wie Baack berichtete: „Sonst wäre das Wurzelwerk einer Rotbuche beschädigt worden.“

Die Umgestaltung des Alten Friedhofs ist ein Puzzleteil der großen Innenstadt-Baumaßnahmen, die ins IEHK 2025 (Integriertes Entwicklungs- und Handlungskonzept) eingebettet ist. Neben dem Innenstadtpark wird der parallel zur Trasse verlaufende Gartenweg umgestaltet und der Panorama-Radweg mittels einer Trasse an die Innenstadt angebunden. Mit ins Paket gehört der Umbau der mittleren Hauptstraße. Wenig charmant, aber zutreffend heißt es im IEHK über den Innenstadtpark: „Die Parkanlage ist in ihrer heutigen Gestalt wenig ansprechend und kein Naherholungsort, der Interesse für einen Aufenthalt weckt – für kein Alter“.

Ursprünglich hatte die Stadtverwaltung mit einem Baubeginn im Frühjahr 2020 gerechnet. 2019 hatte man nämlich den IEHK-Fahrplan geändert, hatte Markt und Kirchenkurve in die Warteschleife geschickt und die Umgestaltung der westlichen Stadtachse vorgezogen. Eine erste Ausschreibung für die Arbeiten im Innenstadtpark war jedoch im Sande verlaufen; es gab kein Angebot. Erst im zweiten Anlauf klappte es.

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