Burscheid

Baustellen behindern Fahrten des Bürgerbusses

Die Fahrer des Burscheider Bürgerbusses müssen derzeit bei der Fahrt durch die Stadt einige Einschränkungen hinnehmen. Grund sind die Baustellen. Foto: Hans-Joachim Scheurlen
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Die Fahrer des Burscheider Bürgerbusses müssen derzeit bei der Fahrt durch die Stadt einige Einschränkungen hinnehmen. Grund sind die Baustellen.

Einige Haltepunkte können derzeit nicht angefahren werden.

Von Claudia Radzwill

Burscheid. Derzeit gibt es so manche Baustelle in Burscheid. Das hat auch Auswirkungen auf zwei Haltestellen des Bürgerbusses. Da wäre zunächst die Baustelle am alten Busbahnhof; schon länger wird dort gebaut. Der Bürgerbus hielt daher zunächst gegenüber der Luchtenberg-Villa an einer Ersatzhaltestelle. Anfang Mai zog die Haltestelle abermals um. Nun steigen die Fahrgäste am Alten Kiosk an der Montanusstraße ein und aus. Nicht immer ganz einfach, denn dort wird es eng für Bus, Fahrgäste und Fußgänger. „Ich sage mal so: Es gibt Hindernisse“, sagt der Vorsitzende des Bürgerbusvereins, Hans-Joachim Scheurlen. Man bekomme es jedoch gehändelt – irgendwie.

Verein hat schon Kontakt zum Kreis aufgenommen

Die Haltestelle des Bürgerbusses an der Alten Post fällt seit einiger Zeit dagegen ersatzlos weg – aufgrund der dortigen Wanderbaustelle. Den Fahrgästen mit diesem Ziel bleiben derzeit drei Möglichkeiten: Aussteigen an der Haltestelle Goetzewerk, Weiterfahrt bis zum Rathaus oder bis zur Montanusstraße. „Es sind keine riesigen Wege dazwischen“, sagt Hans Joachim Scheurlen. Aber schließlich sei der Bürgerbus seinerzeit angetreten, um gerade älteren Mitbürgern die Wege leichter zu machen. Die Standorte der Haltestellen seien dabei mit Bedacht gewählt worden.

Mit Stadt und Kreis habe der Bürgerbusverein schon Kontakt aufgenommen. Aber eine bessere Lösung gebe es derzeit leider nicht. Erfreulich: Die Fahrgastzahlen, die nach dem ersten Lockdown im März 2020 zunächst eingebrochen waren, sind wieder gestiegen. Im zweiten und dritten Lockdown konnte der Bürgerbus weiterfahren, da die Mitglieder im Fahrgastraum mit Plexiglas-Abtrennung, Maskenpflicht und Desinfektion nach jeder Fahrt die Hygienemaßnahmen einhalten konnten.

„Im letzten Monat nutzen wieder rund 500 Bürger unseren Bus“, berichtet Hans-Joachim Scheurlen. Vor Corona, für das Jahr 2019, kam man auf insgesamt 9000 Fahrgäste. Den Spitzenwert aus dem Jahr 2014 mit 14.000 Fahrgästen werde man heute nicht mehr erreichen. „Als wir anfingen, gab es mehr Senioren, die kein Auto hatten. Das hat sich in den letzten Jahren geändert. Viele bleiben bis ins hohe Alter mit dem eigenen Wagen mobil.“ Aber um Fahrgastzahlen und Auslastung geht es den Ehrenamtlern auch gar nicht. „Wir sind angetreten, um jenen Mobilität zu ermöglichen, die sie nicht haben“, sagt Scheurlen.

Da gehe es nicht um Profit. „Wir kommen finanziell über die Runden. Solange wir die laufenden Kosten decken können, ist alles gut.“ Der Bürgerbus bedient die „Griesbergroute“, die als Linie 249 das Stadtgebiet durchfährt. Außerhalb der Route liegende Haltestellen gibt es auch. „Diese fahren wir aber nur nach Bedarf an, wenn die Leute uns vorher anrufen,“ erklärt Scheurlen. An den entsprechenden Haltestellen gebe es Schilder mit der Telefonnummer.

Der Bürgerbus ist von montags bis samstags unterwegs – zur Zeit nur an den Vormittagen. Ein Notfahrplan, der der Pandemie geschuldet ist. „Jetzt erwägen wir aber, auch wieder zwei Nachmittage dazu zunehmen“, sagt Hans-Joachim Scheurlen. 24 Fahrer und Fahrerinnen sind im Einsatz. „Wegen der Coronagefahr sind im letzten Jahr zehn Ehrenamtler aus dem Dienst ausgestiegen,“ berichtet er. „Drei sind allerdings jetzt wieder mit dabei.“

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