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Balkantrasse soll für alle Nutzer da sein

Trassentreffen: Bernd Schäfer von der Verkehrswacht (rechts) hat für Dirk Kohl aus Leverkusen den ein oder anderen Tipp in petto. Foto: Nadja Lehmann
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Trassentreffen: Bernd Schäfer von der Verkehrswacht (rechts) hat für Dirk Kohl aus Leverkusen den ein oder anderen Tipp in petto.
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Verkehrswacht und Polizei warben bei gestriger Aktion um Rücksichtnahme und gaben Sicherheitstipps.

Von Nadja Lehmann

Burscheid. Luft, Helm, Licht, Handschuhe: So prägnant bringt Reinhard Klein auf den Punkt, was der Radfahrer braucht. Und doch gibt es noch weitaus mehr zu beachten, wie der Verkehrssicherheitsberater der Polizei Bergisch Gladbach weiß: Dann nämlich, wenn sich der Radfahrer eingliedert ins Verkehrsgeschehen, Teil einer ganzen Mobilitätskette wird. So wie auf dem Panorama- Radweg Balkantrasse, der sich bei Fußgängern, Radfahrern, E-Bikern, Inlinern, Joggern und Hundebesitzern größter Beliebtheit erfreut. „Jetzt zu Corona-Zeiten mehr denn je“, sagt Bernd Schäfer, Geschäftsführer der Verkehrswacht Remscheid. Gemeinsam mit Klein gehört er zu einer Sechsergruppe aus Polizei und Verkehrswacht, das am gestrigen Dienstag Position bezogen hat – direkt auf der Trasse, Höhe Montanusstraße. Das Ziel: Mit den Passanten ins Gespräch kommen, für Rücksichtnahme und Gemeinsinn plädieren. Getreu dem Motto „Gemeinsam auf der Trasse, aber sicher!“

Als einer der Ersten hält Dirk Kohl an und steigt von seinem E-Bike ab. Aus Leverkusen ist er gekommen und will noch weiter. „Richtung Hückeswagen“, sagt er, schätzt die geplante Tour auf rund 80 Kilometer. Kein großes Thema für den Leverkusener, bei dem im Gespräch schnell klar wird, dass er passionierter Radfahrer ist und auch schon den ein oder anderen Bergpass bezwungen hat. Mit seinem zwei Jahre alten E-Bike will er demnächst die 8000-Kilometer-Marke knacken. Dennoch hat Bernd Schäfer einen wichtigen Hinweis: „Ihr Helm sitzt nicht ganz richtig“, macht er aufmerksam und zeigt, wie eigentlich unter dem Kinn die Riemen zusammenlaufen müssten. Schäfer nickt: „Man ist ja lernfähig“, meint er. Helmträger ist er seit einem Unfall ohnedies; da muss Bernd Schäfer keine Überzeugungsarbeit leisten. „Das Tragen eines Helms hat sich in den vergangenen Jahren immer weiter durchgesetzt“, sagt Schäfer. Eine Tatsache, die den pensionierten Berufsfeuerwehrmann freut. „Tragen Sie eine gut sichtbare Weste“, rät er Dirk Kohl noch, bevor dieser sich, gestärkt durch eine Banane, die es für alle Passanten gibt, wieder in den Sattel schwingt. „Wir wollen niemanden bestrafen, sondern aufklären“, sagt Bernd Schäfer.

Zwei Mountainbiker halten bei Polizist Michael Wenner

Bei Michael Wenner vom Polizeipräsidium Wuppertal haben derweil zwei Mountainbiker gestoppt. „Für uns fängt das Leben erst richtig an“, sagen die nicht mehr ganz jungen Herren augenzwinkernd in Anspielung auf Udo Jürgens´ Evergreen. Mit ihnen spricht Wenner über Strecken im Wald: „Auch in der Natur herrschen Regeln“, betont Wenner. Das wilde rücksichtslose Rasen über illegale Trails habe mit Naturverbundenheit nichts zu tun. „Dem muss man Einhalt gebieten“, macht Wenner deutlich. „Man muss die Natur schützen, damit sie uns erhalten bleibt.“ Für die Tiere bedeuteten die schnellen und lauten Mountainbiker den puren Stress. „Da springt jeder Forstwirt aus der Hose.“ Bei den beiden Mountainbikern trifft Wenner auf offene Ohren. Sie fahren ohnehin lieber auf breiteren Wegen.

Balkantrasse

Pedelecs: Die Stadt Bergisch Gladbach bietet Kurse für Senioren an, die sich mit dem Pedelec vertraut machen wollen. „Wir machen zwei Tage lang ein Techniktraining, fahren am dritten Tag in den Wald und am vierten mitten ins städtische Verkehrsgeschehen“, sagt Verkehrssicherheitsberater Reinhard Klein, der die Teilnehmer schult. Es gelte, sich auf das Gewicht des Pedelecs und seinen Antrieb einzustellen. Klein: „Das geht ab wie Schmidts Katze.“ Die Unfallgefahr sei bei mangelnder Erfahrung dementsprechend hoch. Der nächste Kurs soll vom 7. bis 10. September stattfinden.

Aktion: Am 16. Juli wollen sich Polizei und Verkehrswacht nochmals auf der Trasse, Höhe Montanusstraße, postieren – von 9 bis 15 Uhr.

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