Avea will Wertstoffhof Heiligeneiche erweitern

Heiligeneiche gilt als wichtige Anlaufstelle für die Entsorgung in Burscheid. Archivfoto: Doro Siewert
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Heiligeneiche gilt als wichtige Anlaufstelle für die Entsorgung in Burscheid. Archivfoto: Doro Siewert

Bebauungsplan muss um ein Grundstück verkleinert werden, um Überschneidung mit Straßerhof zu vermeiden

Von Nadja Lehmann

Bei gleich zwei Beschlussvorlagen stand der Wertstoffhof Heiligeneiche im Mittelpunkt des Hauptausschusses, der nochmals pandemiebedingt die Rolle des Stadtrats übernehmen musste. „Ich hoffe, dass es das letzte Mal ist“, merkte dazu Bürgermeister Stefan Caplan an. Um Bebauungs- und Flächennutzungsplan ging es beim Wertstoffhof. Ein Kapitel, das vorbereitend bereits im Stadtentwicklungsausschuss in die Wege geleitet worden war.

Zum Hintergrund: Der Wertstoffhof hat für die Burscheider eine zentrale Rolle in der Entsorgung inne. Das soll auch so bleiben beziehungsweise noch verstärkt werden: Die Avea GmbH & Co. KG will den Wertstoffhof auf der Deponie Heiligeneiche erweitern. Nordöstlich vom vorhandenen Gelände sollen weitere Flächen erschlossen werden. Dazu aber muss der Geltungsbereich des Bebauungsplans reduziert werden: Es droht sonst nämlich eine Überlappung.

Denn, wie es die Beschlussvorlage auflistet, ist das Grundstück Gemarkung Burscheid, Flur 27, Flurstück 85, bereits Teil des Bebauungsplans Straßerhof und in diesem als öffentliche Verkehrsfläche festgesetzt. Um eine Überschneidung der Bebauungspläne zu vermeiden, gaben die Politiker grünes Licht, den Geltungsbereich des Bebauungsplans Nummer 19 Heiligeneiche um dieses Flurstück zu verkleinern. Es ist keine gigantische Einbuße: Das Flurstück umfasst rund 21 Quadratmeter.

Der Aufstellungsbeschluss zum Bebauungsplan Nummer 99 Heiligeneiche erfolgte Ende 2020; seitdem ist die Avea gemeinsam mit dem beauftragten Büro BKR Aachen im Gespräch mit den übergeordneten Behörden, um die planungsrechtliche Machbarkeit sicherzustellen. So hat beispielsweise die Untere Naturschutzbehörde bereits den Rahmen für den Artenschutz festgesteckt – auch wenn man die geplante Erweiterung im Grundsatz betrage. Die Untere Naturschutzbehörde hat eine Artenschutzprüfung mit einem Radius von 300 Metern ums Plangebiet angeordnet, zudem eine Horstbaum- und Brutvogelkartierung. Die Artenschutzprüfung hat die Avea unterdessen in Auftrag gegeben.

Weitere Forderungen der Naturschutzbehörde: eine neue Bepflanzung, die mit ihr abzustimmen ist, sowie eine Modellierung der Oberfläche.

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