Autor bringt Kindern die Wunder der Tierwelt näher

Hans-Josef Hungenberg da, wo er am liebsten ist: in der Natur. Von deren Schätzen erzählt er den Kindern. Foto: Hans-Josef Hungenberg
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Hans-Josef Hungenberg da, wo er am liebsten ist: in der Natur. Von deren Schätzen erzählt er den Kindern.

Hans-Josef Hungenberg hat mit „Das Mauswiesel und der Maulwurf – Dicke Freunde“ sein zehntes Buch geschrieben

Von Nadja Lehmann

Hans-Josef Hungenberg liebt die Natur. Am heimischen PC entsteht eine Foto-Collage aus Schmetterlingen. Die Schätze der Natur und der Tierwelt zu dokumentieren, das ist dem 66-Jährigen wichtig. Und das tut er mit seinen Fotos und seinen Büchern. Gerade ist mit „Das Mauswiesel und der Maulwurf – Dicke Freunde“ ein neues Werk erschienen. Ein Kinderbuch, denn Hungenberg möchte insbesondere den Kindern Flora und Fauna näherbringen. In seinem neuen Buch erzählt Hungenberg von Luge, dem Maulwurf, und Fritz, dem Mauswiesel.

Eigentlich müssten die beiden Feinde sein. Aber als Fritz vor einem Fuchs flüchten musste, fand er Rettung in Luges unterirdischer Behausung. Seitdem sind die Zwei Freunde – und treffen auf die Schmetterlinge Windhauch und Lautlos sowie die Maus Knopfauge. Alle tun sich zusammen, als Fritz verschüttet wird und Hilfe braucht.

Sein Buch hat Hungenberg mit eigenen Fotos illustriert. „Bloß einen Maulwurf habe ich nicht vor die Linse bekommen, obwohl ich es fast ein Jahr lang versucht habe.“ So blieb es beim Bild eines Maulwurfhügels. „Ich wollte ja auch keinen ausgraben“, betont der Tierliebhaber. Glück hatte er dagegen mit einem Mauswiesel, das er ablichten konnte. „Ich finde Marder und Wiesel interessant“, sagt Hungenberg. Damit war klar: Ein Mauswiesel sollte im Mittelpunkt des neuen Buchs stehen. „Über andere Tiere habe ich ja schon geschrieben“, sagt Hans-Josef Hungenberg und zählt auf: „Rotkehlchen und Turmfalke zum Beispiel.“ Zehn Bücher sind so seit 2018 entstanden.

Als er bei der Arbeit kürzer trat, entdeckte er das Fotografieren

Hungenberg ist Autodidakt. Das Fotografieren hat der gelernte Elektromeister entdeckt, als er seine Arbeitszeit verkürzte und so Freiraum für Streifzüge gewann. „Ich habe mir zum Geburtstag eine Kompaktkamera gewünscht. Dann ging es los.“ Was tun mit den Fotos, war die Frage, die sich ihm stellte. Hungenberg stellte ein Büchlein zusammen, das er Kindern im Verwandten- und Bekanntenkreis schenkte. Das kam an. Und Hans-Josef Hungenberg machte weiter.

Den Greifvögeln gilt seine besondere Zuneigung; kein Wunder also, dass es auch ein Buch über Mica, den kleinen Turmfalken, gibt. Schon längst hat Hungenberg sich eine professionellere Kamera gekauft, an der besonders das Tele zum Einsatz kommt. „Einigen Tieren kann man nahe kommen, wie Schmetterlingen oder langsam kriechenden Tieren wie Schnecken.“ Ansonsten sind aber Distanz und geduldiges Beobachten gefragt.

Hungenberg schreibt in einfachen Sätzen, kindgerecht. Dass das so bleibt, dafür sorgt sein inzwischen 21-jähriges Patenkind. „Sie ist meine strengste Kritikerin und erste Leserin“, verrät er. Meist streiche sie viele Sätze raus, die er dann heimlich wieder hineinmogele: Denn dass es sein Produkt ist, von den Fotos bis zu jedem Satz, das ist dem 66-Jährigen wichtig.

Hans-Josef Hungenberg ist zwar gebürtiger Kürtener, aber die Bindungen hinüber nach Burscheid sind eng. In Vor-Corona-Zeiten war er mehrfach zu Lesungen in der Stadtbücherei; er hält Kontakt zu Ute Hentschel und ihrer Buchhandlung, und er hat sich als Lesepate im Offenen Ganztag an allen drei Burscheider Grundschulen engagiert. „Ich bin kein Pädagoge“, betont er. „Aber es macht mir großen Spaß, und wenn man etwas Lesekompetenz und Wissen über die Tiere vermitteln kann, ist das sehr schön.“ Auf genau solche Begegnungen hofft er, wenn Corona es wieder zulässt.

„Das Mauswiesel und der Maulwurf – Dicke Freunde“ ist in jeder Buchhandlung erhältlich, ist aber ein „book on demand“, heißt: Es wird erst auf Nachfrage gedruckt. „Deshalb kann es zu Wartezeiten kommen“, sagt der Autor.

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