Aus Grau mach Grün: Stadt ruft zum Garten-Wettbewerb auf

Diese Art Gärten sind, weil wenig naturnah und insektenfreundlich, in Verruf geraten. Ein Wettbewerb soll nun den Anreiz zur Umgestaltung geben. Archivfoto: Carmen Jaspersen/dpa
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Diese Art Gärten sind, weil wenig naturnah und insektenfreundlich, in Verruf geraten. Ein Wettbewerb soll nun den Anreiz zur Umgestaltung geben. Archivfoto: Carmen Jaspersen/dpa

Schottergärten gelten zunehmend als wenig naturnah und insektenfreundlich

Von Nadja Lehmann

Sie gelten als pflegeleicht und trendy: Die asiatisch zenmäßig anmutenden Gärten, die immer mehr Grundstücke erreicht haben. Aber mittlerweile ist das Bewusstsein gewachsen, dass diese Gärten nicht besonders umweltfreundlich und eher ein grüner Asphalt sind: Insekten finden dort nichts. Blüten, die es zu bestäuben gilt? Fehlanzeige.

Auch um die naturnahe Gartengestaltung bei privaten Haushalten zu fördern und zu unterstützen, hatte der Rheinisch-Bergische Kreis Ende letzten Jahres das Klimaschutzteilkonzept beschlossen. Burscheids Verwaltungschef Dirk Runge begrüßt diese Förderung durch den Kreis und ruft jetzt zum Garten-Gestaltungswettbewerb auf. Der Titel: „Grün statt Grau - Naturoase anstatt Schotterwüste“.

Der Wettbewerb läuft vom 7. Februar bis 13. Mai und ergänzt das schon bestehende Unterstützungsangebot für private Begrünungen im Stadtgebiet. Über das Sonderprogramm „Klimaresilienz in Kommunen“ bezuschusst die Stadt Burscheid unter Verwendung von Mitteln des Landes Nordrhein-Westfalen bereits Dach- und Fassadenbegrünungen an privat und gewerblich genutzten Bestandsgebäuden.

„Mit dem Aufruf zur Teilnahme möchten wir zum Wohlbefinden der Bürgerinnen und Bürger sowie zur Attraktivität der Stadt beitragen. Darüber hinaus können die Auswirkungen eines Starkregens oder eine länger andauernde Dürreperiode durch gezielte Bepflanzungen deutlich vermindert werden. Unversiegelte grüne Flächen fördern nämlich die Biodiversität und sind daher bedeutend für die Klimafolgenanpassung und den Klimaschutz“, erklärt die städtische Klimaschutzbeauftragte Miriam Deimel.

Was müssen Wettbewerbswillige also tun? Interessierte greifen flugs zum Gartengerät und gestalten ihren (Vor-)Garten im angegebenen Zeitraum so um, dass eine Fläche von mindestens fünf Quadratmetern entsiegelt wird. Das wird im Teilnahmebogen mit Projektbeschreibung und Vorher-/Nachher-Fotos dokumentiert. Dieser Teilnahmebogen muss der Stadt bis zum 13. Mai vorliegen. Stichwort „Wettbewerb Grün statt Grau“. Das geht per Mail oder per Post an: Stadt Burscheid, Stab Stadtentwicklung, Umwelt und Liegenschaften, Höhestraße 7-9, 51399 Burscheid. Den Teilnahmebogen gibt es auf der städtischen Internetseite.

klimaschutz@burscheid.de

Auf großen Einsatz folgt eine Belohnung. Die Gärten, die dem Ziel „Grün statt Grau“ am nächsten kommen, werden mit Preisgeldern von 500 Euro (1. Platz), 200 Euro (2. Platz), 125 Euro für den 3. Platz und jeweils 25 Euro für die Plätze 4 bis 10 prämiert.

Über die eingereichten Umgestaltungsprojekte befinden ausgewählte Jurymitglieder sowie Fachexperten; sie prüfen den Beitrag des Projektes zur Starkregenvorsorge und zum Hitzeschutz sowie zur Biodiversität.

Zum Hintergrund: Bereits im Juni hatten die Grünen im Umweltausschuss nachgefragt, wie es denn um die Versiegelung von Gartengrundstücken stünde. Im November beauftragten die Kommunalpolitiker die Stadtverwaltung mit der Erstellung und Verteilung von entsprechendem Informationsmaterial: Auch der Wettbewerb ist Teil des Aufgabenpakets.

Mit dem für die Stadt Burscheid individualisierten „Grün statt Grau-Flyer“ der Kommunal-Agentur-NRW informiert die Stadt nun über die Vorteile naturnaher Gärten und gibt Tipps zur Pflege. Der Flyer wurde inzwischen auch mit den Grundsteuerbescheiden verschickt und befindet sich auch auf der städtischen Webseite.

www.burscheid.de/klima-umwelt

Den Teilnahmebogen gibt es hier:

www.burscheid.de/klima-umwelt/klimafolgenanpassung/naturnahe-gartengestaltung

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