Arbeitslosigkeit ist leicht gestiegen

Immer zum Monatsende gibt es neue Zahlen der Arbeitsagenturen - auch aus Bergisch Gladbach.Archivfoto: Carsten Rehder/dpa
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Immer zum Monatsende gibt es neue Zahlen der Arbeitsagenturen - auch aus Bergisch Gladbach.Archivfoto: Carsten Rehder/dpa

Agentur für Arbeit Bergisch Gladbach legt die Zahlen für Juli vor

Von Nadja Lehmann

In Burscheid haben aktuell 711 Menschen keine Arbeit. Im Juni waren es 709, im Juli 2020 sogar 741. Wermelskirchen zählte im Juli 2507 Arbeitslose. Zum Vergleich: Im Vormonat waren es 2 439, im Juli 2020 2 700. Die Arbeitsagentur Bergisch Gladbach, zuständig für Leverkusen, Oberberg und Rhein-Berg, hat die Zahlen für den Juli vorgelegt.

Auch in Rhein-Berg ist die Arbeitslosigkeit gestiegen. Der Kreis liegt im Trend. Mit 1 612 Arbeitslosmeldungen und 1 446 Abmeldungen stieg im Rheinisch-Bergischen Kreis die Arbeitslosigkeit auf 9 481 (171 Arbeitslose beziehungsweise 1,8 Prozent mehr). Das sind 565 Arbeitslose (5,6 Prozent) weniger als im Vorjahr. 616 Personen mussten sich arbeitslos melden; das sind 187 (Zuwachs um 43,6 Prozent) mehr als im Vormonat und 74 beziehungsweise 10,7 Prozent weniger als vor einem Jahr.

„Im Vergleich zum Vorjahr liegen wir nach wie vor deutlich unter den Werten vom Juli 2020.“

Nicole Jordy, Agentur für Arbeit

Gleichzeitig haben 562 Menschen wieder eine Beschäftigung auf dem 1. Arbeitsmarkt gefunden – das sind 69 Personen oder 14,0 Prozent mehr als im Vormonat und 200 (+ 55,2 Prozent) mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Die Arbeitslosenquote liegt damit im Kreis bei 6,2 Prozent. Im Vormonat lag sie bei 6,1 Prozent (Vorjahr: 6,6 Prozent).

Die rheinisch-bergischen Arbeitgeber meldeten dem gemeinsamen Arbeitgeber-Service von Agentur für Arbeit und Jobcenter im Juli 457 Stellen. Dies sind 24 oder 5,5 Prozent mehr als im Vormonat und 138 oder 43,3 Prozent mehr als im Vorjahr. Damit sind aktuell 1 553 freie Arbeitsstellen gemeldet – sieben Prozent mehr als im Vormonat. Im Vergleich zum Vorjahr sind dies 479 Stellen oder 44,6 Prozent mehr.

Im Juni wurden im Rheinisch-Bergischen Kreis insgesamt (alle Anspruchsgrundlagen) 14 Anzeigen auf Kurzarbeitergeld für 47 Personen bearbeitet. Die Daten für die tatsächlich erfolgte Kurzarbeit erfordern eine Wartezeit von sechs Monaten, deshalb liegen erst Zahlen für den Jahresanfang vor. Im Januar haben im Rheinisch-Bergischen Kreis insgesamt 1 472 Betriebe für 7 993 Personen Kurzarbeitergeld beantragt.

Der Blick auf den Bezirk der Agentur für Arbeit Bergisch Gladbach: Im Juli meldeten sich im 4 458 Personen arbeitslos – das sind 1041 oder 30,5 Prozent mehr als im Vormonat. Abgemeldet aus der Arbeitslosigkeit haben sich im Juli 3 939 Personen. Dies sind 164 oder 4,3 Prozent mehr als im Vormonat. 1 504 davon konnten in eine Erwerbstätigkeit auf dem 1. Arbeitsmarkt einmünden; das sind 140 Personen mehr als im Vormonat und 484 mehr als im Vorjahr.

Die Arbeitslosenzahl insgesamt betrug 24 976 Personen. Dies sind 528 oder 2,2 Prozent mehr als im Vormonat und 2 759 oder 9,9 Prozent weniger als im Vorjahr. Die Arbeitslosenquote beträgt fast unverändert 6,4 Prozent.

„Nachdem wir in den letzten Monaten eine Belebung des Arbeitsmarktes in Bergisch Gladbach feststellen konnten, ist die Entwicklung für den Monat Juli im Vergleich zum Vormonat zum ersten Mal etwas rückläufig. So ist die Zahl der Arbeitslosen im gesamten Agenturbezirk leicht gestiegen, was wir auf regionale und saisonale Faktoren zurückführen. Der Anstieg ist in den einzelnen Kreisen Rhein-Berg und Oberberg sowie der Stadt Leverkusen verschieden stark ausgeprägt“, erklärt Nicole Jordy, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Bergisch Gladbach.

„Im Vergleich zum Vorjahresmonat liegen wir aber nach wie vor deutlich unter den Werten vom Juli 2020 und hoffen daher auf eine Besserung der Zahlen ab August. Erfreulicherweise ist auch die Zahl der Personen, die eine neue Arbeitsstelle aufnehmen konnten, im Vergleich zum Vormonat gestiegen. Noch ein Grund zum Optimismus: Die Nachfrage nach Arbeitskräften ist weiterhin hoch und im Vergleich zum Vormonat nochmals gestiegen.“

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