Arbeitslosenquote sinkt auf Stand vor Corona

Die Arbeitsagentur Bergisch Gladbach legt ihre Zahlen vor – unter anderem für Burscheid und Wermelskirchen. Archivfoto: Julian Stratenschulte/dpa
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Die Arbeitsagentur Bergisch Gladbach legt ihre Zahlen vor – unter anderem für Burscheid und Wermelskirchen. Archivfoto: Julian Stratenschulte/dpa

Agentur für Arbeit Bergisch Gladbach legt die Zahlen für den Januar vor

Von Nadja Lehmann

Die Arbeitslosenzahlen sind wieder angestiegen: eine für den Januar nicht untypische Entwicklung. Pünktlich zu Monatsbeginn legt die Arbeitsagentur Bergisch Gladbach ihre Zahlen für den Januar vor. Die Arbeitsagentur ist für die Kreise Oberberg und Rhein-Berg sowie die Stadt Leverkusen zuständig.

In Burscheid waren im Januar 698 Menschen ohne Job. Im Dezember waren es 669 gewesen, während der Bericht der Arbeitsagentur für den Januar 2021 noch 728 Arbeitslose auflistete.

2332 Menschen haben in der Nachbarstadt Wermelskirchen keine Arbeit. Im Vorjahr waren es noch 2623 gewesen, im Dezember 2021 2260.

Auch Odenthal gehört in den Bezirk der Arbeitsagentur. Dort sind 301 Menschen arbeitslos. Im Vormonat waren es 283, im Vorjahr 341.

Der Blick auf den Kreis: Mit 1331 Arbeitslosmeldungen und 1120 Abmeldungen stieg im Rheinisch-Bergischen Kreis die Arbeitslosigkeit auf 8557 (+ 201 Arbeitslose, + 2,4 Prozent). Das sind 1226 Arbeitslose (12,5 Prozent) weniger als im Vorjahr. 698 Personen mussten sich nach dem Verlust der Erwerbstätigkeit arbeitslos melden; das sind 224 (47,3 Prozent) mehr als im Vormonat, aber 125 (15,2 Prozent) weniger als vor einem Jahr.

Gleichzeitig haben 411 Arbeitslose wieder eine Beschäftigung auf dem ersten Arbeitsmarkt gefunden – das sind 54 Personen oder 11,6 Prozent weniger als im Vormonat und drei (0,7 Prozent) weniger als im gleichen Zeitraum des Vorjahres.

Die Arbeitslosenquote liegt weiter bei 5,6 Prozent. Im Vorjahr lag sie bei 6,4 Prozent – im Januar 2020 bei 5,5 Prozent.

In den vergangenen vier Wochen stieg die Arbeitslosigkeit im Bereich der Arbeitslosenversicherung um 185 (+ 5,9 Prozent) auf 3302 Personen. Zum Vorjahr ist das ein Minus von 1315 Personen beziehungsweise - 28,5 Prozent. Im Bereich der Grundsicherung stieg sie um 16 (+ 0,3 Prozent) auf 5 255 Personen – im Vergleich zum Vorjahr sind das 89 mehr (+ 1,7 Prozent).

Arbeitgeber im Kreis melden im Januar 302 Stellen

Die rheinisch-bergischen Arbeitgeber meldeten Agentur für Arbeit und Jobcenter im Januar 302 Stellen. Dies sind 93 (- 23,5 Prozent) weniger als im Vormonat, aber 13 (+ 4,5 Prozent) mehr als im Vorjahr. Damit sind aktuell 1 523 freie Arbeitsstellen (- 68 beziehungsweise - 4,3 Prozent zum Vormonat) gemeldet. Im Vergleich zum Vorjahr sind dies 362 Stellen (+ 31,2 Prozent) mehr.

Die Arbeitslosenquote hat wieder denselben Stand wie vor der Pandemie, blickt man auf den kompletten Agenturbezirk. Sie beträgt 5,9 Prozent. Im Vorjahr lag sie bei 6,8 Prozent, im Januar 2020 – kurz vor der Pandemie – ebenfalls bei 5,9 Prozent.

Die Arbeitslosenzahl im Agenturbezirk betrug insgesamt 22 876 Personen. Dies sind 595 oder 2,7 Prozent mehr als im Vormonat, aber 3761 oder 14,1 Prozent weniger als im Vorjahr.

Das Fazit von Nicole Jordy, Vorsitzende der Geschäftsführung der Arbeitsagentur Bergisch Gladbach? „Ein Anstieg der Arbeitslosenzahlen ist im Januar üblich. Sehr positiv ist jedoch, dass der Anstieg in diesem Jahr der Niedrigste der letzten zehn Jahre ist“, sagt Nicole Jordy. „Auch der Bestand an gemeldeten Arbeitsstellen liegt weit über den Januarwerten der letzten Jahre – und aktuell um 55 Prozent höher als im Januar 2021. Viele Unternehmen suchen aktuell Arbeitskräfte mit unterschiedlichem Anforderungsprofil. Im Bereich Erziehung werden Spezialisten gesucht. Die Nachfrage nach Fachkräften ist besonders hoch im Verkauf, im Maschinenbau sowie in der Betriebstechnik und in der Metallbearbeitung. Helfer und Helferinnen finden ein Stellenangebot überwiegend in der Logistikbranche.“

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