Arbeit ist ehrenamtlich nicht mehr zu schaffen

Nach einem Großbrand wie im Juli 2019 müssen zig Kilometer an Schläuchen ge-trocknet werden – ein Fall für den künftigen Gerätewart. Archivfoto: Jens Knipper
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Nach einem Großbrand wie im Juli 2019 müssen zig Kilometer an Schläuchen ge-trocknet werden – ein Fall für den künftigen Gerätewart. Archivfoto: Jens Knipper

Stadt sucht einen hauptamtlichen Feuerwehrgerätewart – Bislang gibt es vier Bewerbungen

Von Markus Schumacher

Einen hauptamtlichen Feuerwehrgerätewart in Vollzeit sucht die Stadt Burscheid. Geworben wird für die Stelle auf der städtischen Homepage, auf Facebook und in einschlägigen Fachzeitschriften. Bis Anfang der Woche lagen auch schon vier Bewerbungen vor, die Bewerbungsfrist läuft noch bis zum 4. Oktober.

„Da warten wir doch einfach mal ab“, antwortet Stadtbrandinspektor Achim Lütz dem Bergischen Volksboten. Dem Leiter der Feuerwehr Burscheid liegen diese Bewerbungen jetzt noch nicht vor, er weiß aber sicher, dass es auch Interessenten aus den eigenen Reihen gibt: „Ich habe auch jedem, der mich gefragt hat, gesagt: Bewirb Dich.“

Ein Feuerwehrgerätewart hat viele Aufgaben: Wartung und Pflege der Fahrzeuge und Geräte, kleinere Reparaturen, Mitwirkung an der Gebäudeunterhaltung, die Schlauchpflege und -reparatur, das Führen von Prüfbüchern, Werkstattfahrten, die Teilnahme an Brandschauen und wiederkehrenden Prüfungen. . .

Den Aufgabenkatalog hatte die Verwaltung zusammen mit der Wehrleitung erstellt. Bislang wurde dies alles noch von ehrenamtlichen Einsatzkräften erledigt. Doch gestiegene Einsatzzahlen, umfangreiche technische Ausstattungen und auch gestiegene gesetzliche Anforderungen erforderten zuletzt einen immer größeren Zeitaufwand.

Schon im vom Stadtrat beschlossenen Brandschutzbedarfsplan wird daher ein hauptamtlicher Gerätewart empfohlen. „Und deshalb hätten wir den neuen Gerätewart auch am liebsten bereits noch in diesem Jahr“, sagt der Feuerwehrchef. Eine öffentliche Ausschreibung einer solchen Stelle ist vorgeschrieben, eine interne Lösung aber natürlich trotzdem möglich.

Der Personalrat der Stadt wird dazu angehört, die Gleichstellungsbeauftragte um Zustimmung gebeten. Lütz betont: „In einer Feuerwehr muss ja auch die Kameradschaft stimmen.“ Und sollte der neue Gerätewart bereits Mitglied in der Freiwilligen Feuerwehr Burscheid sein, wirke sich das ja auch positiv auf die Tagesverfügbarkeit der Wehr aus.

Die Pflege derselben sei allerdings coronabedingt schwieriger geworden. „Nach den Sommerferien haben wir wieder mit Übungen begonnen“, erklärt Lütz. Und man hätte gemerkt: „Die waren alle heiß darauf.“ Die Feuerwehr wurde dafür in kleine Gruppen aufgeteilt, die jetzt auch nach der Übung noch ein bisschen zusammensitzen bleiben können.

Der Austausch untereinander sei wichtig, sagt der Feuerwehrchef. Als Beispiel nennt er den tödlichen Auffahrunfall auf der Autobahn 1 am 2. September. „Das hat ja alles lange gedauert mit der Bergung, daher haben wir uns schon während des Einsatzes besprechen können, als klar war, dass der Fahrer tödlich verunglückt war“, erläutert Lütz.

In solchen Situationen müssten dann einfach die eingeübten Automatismen greifen. „Unsere Truppe ist dafür ausgebildet, da nimmt keiner was von mit“, ist der Stadtbrandinspektor überzeugt.

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