Arbeit ist ehrenamtlich nicht mehr zu leisten

Nach einem Großeinsatz sind mehrere Kilometer Schlauch zu trocknen und wieder fit zu machen. Die Freiwillige Feuerwehr Burscheid hat solche Arbeiten bislang ehrenamtlich erledigt. Archivfoto: Doro Siewert
+
Nach einem Großeinsatz sind mehrere Kilometer Schlauch zu trocknen und wieder fit zu machen. Die Freiwillige Feuerwehr Burscheid hat solche Arbeiten bislang ehrenamtlich erledigt. Archivfoto: Doro Siewert

Freiwillige Feuerwehr Burscheid bekommt einen hauptamtlichen Gerätewart

Von Markus Schumacher

Einen hauptamtlichen Gerätewart bekommt die Freiwillige Feuerwehr Burscheid. Einstimmig hat dies der Hauptausschuss (an Stelle des Rates wegen Corona) in seiner letzten Sitzung vor den Sommerferien beschlossen.

Derzeit werden die Aufgaben eines Gerätewartes bei den Burscheider Blauröcken noch von ehrenamtlichen Einsatzkräften wahrgenommen. „Doch gestiegene Einsatzzahlen, umfangreiche technische Ausstattung und gestiegene gesetzliche Anforderungen zur regelmäßigen Prüfung der Einsatzgeräte fordern hierzu in den letzten Jahren einen immer größeren Zeitaufwand, der von den ehrenamtlichen Einsatzkräften nicht mehr zu leisten ist“, schreibt die Verwaltung in ihrer Beschlussvorlage. Darauf habe die Wehrleitung immer wieder hingewiesen. Auch im vom Rat der Stadt beschlossenen Brandschutzbedarfsplan ist die Einstellung eines hauptamtlichen Gerätewartes empfohlen.

Der Aufgabenkatalog ist umfangreich: Wartung und Pflege von Fahrzeugen und Einsatzgeräten, kleinere Reparaturen, Mitwirkung an der Gebäudeunterhaltung, Schlauchpflege, Prüfbücher, Überwachung der Prüf- und Wartungstermine, Werkstattfahrten, Teilnahme an Brandschauen. Bezahlt wird die Stelle mit Stellenwert Entgeltgruppe 9a (TVöD), was die Stadt rund 60 000 Euro im Jahr kostet. Sabine Wurmbach (Grüne) war sicher: „Der hauptamtliche Gerätewart wird genug Arbeit haben.“

Klimaschutzmanagerin fängt zum 1. August an

Die Notwendigkeit dieser Stelle sah auch Ulrich Conrads (FDP), er fragte aber in der Sitzung nach einer Sparmöglichkeit: „Vielleicht können wir ja dafür die Klimastelle nicht besetzen?“ Doch hier musste Bürgermeister Stefan Caplan klarstellen: „Die fängt zum 1. August bei uns an.“ Um wirklich die beste Bewerberin für die Klimaschutzmanagerin in Teilzeit zu bekommen, hatte man sogar auf Wunsch der Bewerberin einer Kürzung von 20 auf 15 Stunden zugestimmt.

Dass der neue Gerätewart auch zu den anderen Mitgliedern der Freiwilligen Feuerwehr Burscheid ein kameradschaftliches Verhältnis haben muss, war im Hauptausschuss unumstritten. Trotzdem werde die Stelle natürlich öffentlich ausgeschrieben, betonte Caplan. Das ganze Verfahren laufe aber von Anfang bis Ende im Einvernehmen mit der Wehrleitung.

Das könnte Sie auch interessieren

Meistgelesen

Explosion in Leverkusen: Kein Alarm für Remscheid notwendig
Explosion in Leverkusen: Kein Alarm für Remscheid notwendig
Explosion in Leverkusen: Kein Alarm für Remscheid notwendig
Verein erinnert an das, was es nicht mehr gibt
Verein erinnert an das, was es nicht mehr gibt
Verein erinnert an das, was es nicht mehr gibt
Hilgen: Kreuzung Kölner/Witzheldener Straße wieder freigegeben
Hilgen: Kreuzung Kölner/Witzheldener Straße wieder freigegeben
Hilgen: Kreuzung Kölner/Witzheldener Straße wieder freigegeben
Kulturbadehaus wird wieder zum „Freibad“
Kulturbadehaus wird wieder zum „Freibad“
Kulturbadehaus wird wieder zum „Freibad“

Unsere News per Mail

Nach der Registrierung erhalten Sie eine E-Mail mit einem Bestätigungslink. Erst mit Anklicken dieses Links ist die Anmeldung abgeschlossen. Ihre Einwilligung zum Erhalt des Newsletters können Sie jederzeit über einen Link am Ende jeder E-Mail widerrufen.

Die mit Stern (*) markierten Felder sind Pflichtfelder.

Kommentare