Angler genießen bei ihrem Sport die Ruhe der Natur

Florian Liebthal (r.) und Wolfgang Fraßeck angeln gerne an der Kräwi. Im Sommer sind die Wiesen allerdings voll mit Menschen. Foto: Roland Keusch
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Florian Liebthal (r.) und Wolfgang Fraßeck angeln gerne an der Kräwi. Im Sommer sind die Wiesen allerdings voll mit Menschen.

Florian Liebthal und Wolfgang Fraßeck vom Sportfischerverein geben Tipps

Von Alexandra Dulinski

Seen und Talsperren sind im Sommer beliebte Ausflugsziele für jedermann. Besonders beliebt sind die Gewässer bei Anglern, die bei ihrem Hobby die Ruhe der Natur genießen. Wie man Angler wird, dazu geben Florian Liebthal, Vorsitzender, und Wolfgang Fraßeck, zweiter Kassierer des Sportfischervereins (SFV) aus Remscheid, Tipps.

Wie werde ich eigentlich Angler?

Mit einer Prüfung beginnt das Leben eines Anglers. Denn wer angeln möchte, braucht einen Fischereischein. Ohne ist das Angeln nicht erlaubt. In Remscheid ist die Untere Fischereibehörde für die Prüfung zuständig, die einmal im Jahr stattfindet – meist im November oder Dezember. Ab 14 Jahren dürfen Jugendliche die Prüfung ablegen. Womit nimmt der Fisch Sauerstoff auf? Wie viele Eier legt der Karpfen? Woran erkenne ich das Alter eines Fischs? Solche Fragen sind für die Prüfung wichtig. Aber auch das Fischereigesetz müssen Angler kennen – ebenso die einzelnen Fischarten. „Die Prüfung ist relativ umfangreich“, sagt Florian Liebthal. Gerade die Fichbestimmung sei sie nicht einfach. Lehrgänge bei Vereinen bereiten auf die Prüfung vor.

Wie lerne ich das angeln?

„Am besten geht man mit jemanden mit, der einem das Angeln zeigen kann“, sagt Fraßeck. In einer praktischen Prüfung beweist der angehende Angler, dass er eine Angel zusammenstellen kann – unter anderem mit Rute, Schnur, Köder und Bissanzeiger.

Welche Fische darf ich angeln?

Grundsätzlich dürfen alle Fische geangelt werden, die nicht in der Schonzeit sind oder zu den seltenen Arten gehören. Außerdem dürfen sie nicht untermaßig sein – das heißt, sie müssen eine Mindestgröße haben, um geangelt werden zu dürfen. Nicht erlaubt ist es, beispielsweise Neunaugen, Stichlinge, Schneider oder Lachse zu fangen. Letztere werden momentan durch die Vereine wieder angesiedelt. „Sie sollen sich erstmal vermehren. Unser Ziel ist es, nachhaltig zu angeln, um auch in 100 Jahren noch angeln zu können“, sagt Liebthal. Geangelt werden darf deshalb auch nur für den Eigenbedarf und nicht zum Verkauf.

Wo darf ich angeln?

Zusätzlich zum Fischereischein benötigen Angler einen sogenannten Fischereierlaubnisschein für das jeweilige Gewässer, in dem sie angeln wollen. Diese bekommen sie in Angelläden oder bei Vereinen. Nur der Fischereischein reiht nicht.

Wann darf ich angeln?

„Im Prinzip darf ich das ganze Jahr über angeln“, erklärt Florian Liebthal. Denn die Schonzeiten der Fischarten sind verschieden. „Sie laichen zu unterschiedlichen Zeiten“, sagt Liebthal. Die Lachsartigen, beispielsweise die Forelle oder die Äsche, laichen im Winter, die Karpfenartigen im Sommer. Auf dem Fischereierlaubnisschein ist vermerkt, welcher Fisch geangelt werden darf.

Welche Ausrüstung brauche ich?

Was ein Angler an Ausrüstung braucht, hängt davon ab, was er angeln möchte und wo, sagt Fraßeck. Bei großen, schweren Fischen muss die Schnur entsprechend dick sein. Würde sie reißen und der Fisch mit dem Angelhaken im Maul zurückbleiben, könne er daran sterben. Zudem gibt es verschieden Angelmethoden – Grundangeln, Posenangeln, Fliegenfischen oder Spinnfischen. „Je spezieller die Angelmethode, desto spezieller ist das Equipment“, sagt Wolfgang Fraßeck.

Mit welchen Kosten muss ich rechnen?

„Von null bis sechsstellig ist alles dabei“, sagt Fraßeck. Für die Grundausrüstung würden 100 bis 150 Euro reichen. Dazu kommen Prüfungs- und Lehrgangsgebühr.

Was muss ich mitbringen?

Angler müssen geduldig sein, erklärt Wolfgang Fraßeck. „Es kann jederzeit passieren, dass der Fisch anbeißt“, sagt er. Und Lust auf die Natur ist wichtig, fügt Florian Liebthal hinzu. „Meistens fängt man nichts“, sagt er.

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