Verkehr

Am Ärztehaus gibt es nun zwei Behindertenparkplätze

Adler-Apotheke und Ärztehaus taten sich für die Behindertenparkplätze zusammen.
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Adler-Apotheke und Ärztehaus taten sich für die Behindertenparkplätze zusammen.
  • VonNadja Lehmann
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Beirat Inklusion hakte viele Themen auf seiner Sitzung ab.

Burscheid. Die Vorfreude ist Susanne Schäfer-Lordt deutlich anzuhören. „Das wird ein wunderschönes Haus. Ich bin sicher, das wird den künstlerisch Schaffenden sehr zugute kommen“, schwärmt sie über das neue Haus der Kunst. Wie das nach dem geplanten Umbau aussehen wird, davon durften sich nämlich die Mitglieder des Beirats Inklusion auf der jüngsten Sitzung überzeugen. Dazu war eigens Ivo Kretschmer vom Gebäudemanagement der Stadt gekommen, um zu berichten und die Pläne zu erläutern. „Es wird großzügiger und heller und bis nach vorne an die Höhestraße gezogen“, beschreibt Susanne Schäfer-Lordt, die gemeinsam mit Anne Stegert die Doppelspitze des Gremiums bildet. „Es wird mit Wärmepumpen gearbeitet, es gibt breite Türen und eine behindertengerechte Toilette.“

Gleichwohl nutzte der Beirat die Gelegenheit, um Vorschläge zu machen. „Die Türen lasen sich nicht elektronisch öffnen. Das ist für Rollstuhlfahrer natürlich suboptimal, wenn das nur händisch geht“, erklärt Schäfer-Lordt.

Bereits im vergangenen Jahr hatte der Beirat das Ziel verfolgt, so genannte „nette Toiletten“ in Burscheid zu etablieren. Dahinter verbirgt sich die Möglichkeit, dass öffentliche Einrichtungen oder Geschäfte ihre Toilette der Öffentlichkeit zur Verfügung stellen und dies mit einem Siegel kenntlich gemacht wird. Nun das Ergebnis: Öffentliche Toiletten gibt es bei Bedarf im Rathaus, im Kinder- und Jugendzentrum Megafon, in der Bücherei, in der Villa Luchtenberg. Auch das Evangelische Altenzentrum habe Bereitschaft signalisiert, sagt Schäfer-Lordt. „Leider haben die Geschäfte verhalten reagiert“, bedauert sie. „Aber wir bleiben hartnäckig.“

Auf der Septembersitzung des Beirats hatte sie angemerkt, dass die Burscheider Schulen nicht behindertengerecht ausgestattet seien. Dazu kam inzwischen Antwort aus dem Rathaus: Das Gebäudemanagement werde sich der Sache annehmen, die Montanusschule sei aber in jedem Fall behindertengerecht ausgebaut. „Dass das nicht überall sofort verwirklicht werden kann, ist klar“, sagt Schäfer-Lordt. „Aber vielleicht dann, wenn ohnehin Arbeiten anstehen.“ Darauf hofft sie nun im Fall der Johannes-Löh-Gesamtschule: „Dort wird ja, wofür es den Heimatpreis gab, der Umbau des Schulhofs geplant. Wir sind optimistisch, da wird etwas getan werden.“

Gebäudemanagement prüft, ob Schulen behindertengerecht sind

Ebenso wie im Fall Behindertenparkplätze an der Hauptstraße. Ein Burscheider hatte sich 2022 an die Stadt gewandt. Sein Wunsch: die Einrichtung eines Behindertenparkplatzes am Ärztehaus Hauptstraße 83-85 sowie an der ein paar Meter weiter entfernten Adler-Apotheke. Diese hätte zu damaligen Zeitpunkt bereits einen solchen Parkplatz eingerichtet haben sollen: Darauf hatte Thomas Kaps (BfB) auf der Märzsitzung hingewiesen, der als Vorsitzender des Schul- und Sozialausschusses beratendes Mitglied im Beirat ist. Nun wurden in gemeinsamer Lösung zwei Plätze am Hausarztzentrum eingerichtet, berichtet Schäfer-Lordt. „Die Beschilderung ist allerdings etwas verwirrend. Sie hängt darüber und ist deshalb schwerer zu erkennen.“

Mit großer Aufmerksamkeit verfolge sie die Reform des Betreuungsrechts, sagt Schäfer-Lordt, die die Tagesstätte Alpha leitet. Ziel der Reform ist die Stärkung des Selbstbestimmungsrechts und der Autonomie unterstützungsbedürftiger Menschen. „Wir machen ohnehin schon alles mit den Klienten zusammen“, betont Schäfer-Lordt. Positiv bewertet sie, dass im Vormundschafts- und Sorgerecht die Rechte der Kinder deutlich gestärkt wurden: „Es kann nicht sein, dass automatisch die Eltern die Betreuung übernehmen. Das ist eine Art Bevormundung.“

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