Altes Landhaus unterstützt die Burscheider Tafel

Harald Weilbächer bereitet alles für seinen Grünkohl-Eintopf vor. Foto: Doro Siewert
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Harald Weilbächer bereitet alles für seinen Grünkohl-Eintopf vor. Foto: Doro Siewert

Grünkohl kann am morgigen Donnerstag im eigenen Topf abgeholt werden

Von Stephan Eppinger

Für die Burscheider Tafel hat sich Inhaber und Koch Harald Weilbächer vom Alten Landhaus eine Aktion überlegt. Einen Teil des Erlöses seines Grünkohleintopfes mit Mettwurst und Speck kommt der Tafel zugute.

Wie ist die Idee zur Grünkohl-Aktion entstanden?

Harald Weilbächer: Jetzt ist die Jahreszeit für den Grünkohl, und ein normales Grünkohlessen ist aktuell im Lockdown nicht möglich. So hatte meine Frau die Idee, dass wir den Grünkohl in einer großen Menge zubereiten und ihn denn Leuten direkt in den Topf geben, um die Verpackung zu sparen. Das Kilo kostet günstige 15 Euro und davon gehen zwei Euro an die Burscheider Tafel, die wir schon länger unterstützen. Normalerweise frieren wir die Überproduktion an gekochten Gerichten oder Kuchen direkt frisch ein und bringen das Ganze gut haltbar, in gefrorenem Zustand freitags zur Tafel.

„Das Ganze hat Weihnachtsmarktatmosphäre mit den entsprechenden Speisen und Getränken.“

Harald Weilbächer

Wie werden Sie den Grünkohl zubereiten?

Weilbächer: Ganz klassisch und herzhaft. Wir kochen den Grünkohl mit Zwiebel- und Kartoffelwürfeln und geben dann später die Mettwurst und den gebratenen Speck klein geschnitten dazu, so dass ein Eintopf entsteht. Insgesamt werden wir 30 Kilo Grünkohl zubereiten. Mit den anderen Zutaten kommen wir dann auf etwa 80 bis 100 Kilo Eintopf. Den kann man am Donnerstag, 19. November, von 12 bis 18 Uhr bei uns abholen. Ideal wäre es, den Topf schon einen Tag vorher vorbeizubringen, dann können wir besser planen.

In der Zeit des Lockdowns müssen Sie Ihr Restaurant schließen. Wie kommt das Angebot, Speisen abzuholen bei Ihren Gästen an?

Weilbächer: Das wird sehr gut angenommen. Wir haben die Erfahrung aus dem April mitgenommen und konnten uns jetzt beim Lockdown besser aufstellen. So haben wir übergangslos vom Essen vor Ort auf den Abholservice umgestellt. Man kann bei uns immer dienstags bis sonntags von 12 bis 18 Uhr Speisen abholen, am Nachmittag gibt es auch Kuchen. Gefragt sind aktuell auch unsere Gänsebraten. Viele Gäste, die bei uns für ein Gänseessen reserviert hatten, holen nun die Gans für zu Hause ab.

Wie ist der Sommer im Alten Landhaus gelaufen?

Weilbächer: Die Entwicklung war positiv, wir waren gut gebucht. Natürlich kam der Umsatz nicht an das Vorjahr heran. Im Biergarten hatten wir etwa ein Viertel weniger Umsatz wie 2019. Trotzdem sind die Leute gerne ausgegangen und haben unsere 40 Plätze im großen Garten und die 20 im Lokal gut genutzt. Man konnte hier gut Abstand zu den Nachbarn halten. Die Leute haben sich bei uns sicher gefühlt.

Jetzt stünden eigentlich die Weihnachtsfeiern vor der Tür.

Weilbächer: Da werden wir sicher Umsatzeinbußen haben. Wir haben aber im Oktober extra ein Zelt gebaut, wo Weihnachtsfeiern im geschlossenen Kreis mit acht bis zehn Personen sicher zum Pauschalpreis stattfinden können. Das Ganze hat Weihnachtsmarktatmosphäre mit den entsprechenden Speisen und Getränken. Aus Leverkusen bekommen wir zum Beispiel Schokofrüchte, Liebesäpfel und gebrannte Mandeln. Jetzt hoffen wir, dass wir im Dezember damit starten können.

Wie viel haben Sie in das Hygienekonzept investiert?

Weilbächer: Wir haben entsprechende Abstandsregelungen umgesetzt, Spender für Desinfektionsmittel aufgestellt und alles für die Kontaktnachverfolgung bereitgestellt. Außerdem kann man das Restaurant sehr gut lüften, so können sich die Gäste bei uns sicher fühlen.

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