Erste Lieferungen eingetroffen

Altenzentrum bereitet sich auf Impfungen vor

In der Winterzeit wird das Luchtenberg-Richartz-Haus jedes Jahr aufs Neue zu seinem eigenen Adventskalender. Archivfoto: Nadja Lehmann
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In der Winterzeit wird das Luchtenberg-Richartz-Haus jedes Jahr aufs Neue zu seinem eigenen Adventskalender.

Luchtenberg-Richartz-Haus bekommt beim Testen Hilfe durch Freiwilligenregister des Landes.

Von Nadja Lehmann

Die ersten Lieferungen sind in NRW eingetroffen, die ersten mobilen Teams schwärmen aus, um die Risikogruppen zu impfen: ein Hoffnungsstreif am Horizont im Kampf gegen Covid-19. „Wir sind auf die Impfungen vorbereitet“, sagt Birgit Hoferichter. So ist der neue Kühlschrank bereits auf der Schützeneich eingetroffen: abschließbar und mit Thermostat, um die Impfdosen sicher und kühl lagern zu können.

„Wann genau wir dran sind, wird uns der Träger dann mitteilen“, berichtet Hoferichter. Geimpft werden dann alle Bewohner und alle Mitarbeiter, die möchten. „Das Land hat schon bei uns angerufen. Die mobilen Teams sind unterwegs.“ Seit mehr als 20 Jahren leitet Hoferichter das Evangelische Altenzentrum – und doch wird 2020 auch für die rund 140 Mitarbeiter und ihre Chefin ein besonderes Jahr gewesen sein.

„Wir halten die Fahne hoch“, sagt sie. „Die Stimmung stimmt.“ Auch wenn vieles anders sei: die ständige Wachsamkeit, das Nachhalten von Kontaktdaten. Nun auch das Testen. „Das bringt uns an Grenzen“, räumt Hoferichter offen ein.

Birgit Hoferichter leitet das Evangelische Altenzentrum.

Denn auch wenn sie, wie sie selbst findet, über ausreichend Personal verfügt, sei das Testen doch eine zusätzliche Belastung. Denn Screening und Temperaturmessung der Besucher sind ohnehin schon Vorschrift im Altenzentrum. Jeder Besucher wird erfasst – seit Monaten.

„Wir haben deshalb um Hilfe gebeten“, erzählt Hoferichter: Beim Freiwilligenregister des Landes. Dort können sich Fachkräfte aus allen Gesundheitsberufen melden, Ärzte ebenso wie Pfleger und medizinische Fachangestellte, um sich und ihre Arbeitskraft zur Verfügung zu stellen. „Wir waren positiv überrascht, so viele haben sich gemeldet“, ist Hoferichter begeistert. Vermutlich werden es drei Fachkräfte sein, die neben ihrem Hauptjob noch dem Evangelischen Altenzentrum zur Hand gehen werden.

„Wir sind in der Krise näher zusammengerückt.“
Birgit Hoferichter

Viele Anstrengungen. Aber auch viel Gutes. „Wir sind in der Krise näher zusammengerückt“, sagt Hoferichter. Mitarbeiter, Bewohner und Angehörige haben sich in neuer Allianz gefunden. „Wir sind uns unterstützend begegnet. Auch in Richtung Träger“, findet Birgit Hoferichter. Denn Sars-CoV-2 ist den Menschen auf der Schützeneich hautnah begegnet: Zwei Bewohnerinnen wurden im April positiv getestet und mussten in Quarantäne. Bei den Kontaktpersonen wurden Abstriche gemacht, Quarantäne angeordnet.

„Der erste Lockdown war hart. Die Isolation, die Abwesenheit der Angehörigen – viele Bewohner haben gesagt, dass sie das nicht noch einmal erleben wollen“, erinnert sich Hoferichter.

Besuch ist wieder erlaubt, und die Besuchszeiten wurden nach dem 16. Dezember sogar erweitert. Und erste vorsichtige Angebote gibt es auch: wie den Handarbeitskreis oder die Morgenandacht. Alles mit einer geringen Teilnehmerzahl und ausreichendem Abstand. Und auch Weihnachten sollte, wie immer im Luchtenberg-Richartz-Haus, „der wichtigste Tag des Jahres“ sein. Mit Tannenbäumen auf den Fluren, mit kleinen Feiern in jedem Wohnbereich. Mit Musik.

„Und dem Duft von Plätzchen“, sagt Hoferichter. Natürlich alles geschützt, verpackt, coronasicher. „Auch die Bettlägerigen konnten bei geöffneter Zimmertür mit dabei sein; das kam richtig gut an“, sagt Hoferichter.

Immer wieder gab es aus dem Team neue gute Ideen

Ihr Ziel: „Wir wollen ein weiterhin gutes Leben für unsere Bewohner organisieren. Damit die Menschen zufrieden sein können.“ Viele neue zusätzliche Aufgaben habe das Team stemmen müssen, das sich unermüdlich fortgebildet und gelernt habe: „Es findet sich immer wieder jemand, der neue tolle Ideen einbringt“, sagt Birgit Hoferichter über die Mitarbeiter der Burscheider Einrichtung. „Es ist großartig, welche Fähigkeiten und Begabungen von verschiedenen Leuten wir in der Pandemie entdeckt haben.“

Hintergrund

„Wir sind lebendiger Teil des Gemeinwesens in Burscheid als Nachbarschaftszentrum“, heißt es auf der Homepage der Einrichtung. Ihr Träger ist die Rheinische Gesellschaft für Diakonie, die eine Tages- und Kurzzeitpflege ebenso anbietet wie stationäre Pflege.

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