Regen sorgt für Ausnahmesituation

Alle Burscheider Löschzüge stemmen sich gegen die Wassermassen

Feuerwehrleute bringt nichts aus der Ruhe. Symbolfoto: cb
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Feuerwehrleute bringt nichts aus der Ruhe.

Knackpunkte sind Großhamberg und Gut Landscheid.

Von Nadja Lehmann

Jens Knipper klingt erstaunlich gelassen. Aber Feuerwehrleute darf eben auch nichts so schnell aus der Ruhe bringen, noch nicht einmal der heutige Starkregen und seine Auswirkungen. Angekündigt war er schon für Dienstag, am Mittwoch war er dann da: der Regen, der nicht enden wollte. „Wir haben jede Menge Einsätze“, bestätigt der Sprecher der Burscheider Wehr. „Wir sind seit Stunden im Dauereinsatz.“ Das erste Mal ging es kurz vor 9 Uhr morgens raus. „Ein Ende ist nicht absehbar.“

Nachmittags hatte Knipper sich noch via Facebook an die Burscheider gewandt. „Zurzeit sind alle Einheiten im Stadtgebiet im Einsatz. Aufgrund der Menge an gleichzeitig eingehenden Notrufen wurde Stadtalarm ausgelöst.“ Knipper bat im Namen der Feuerwehr um Geduld: Es komme unter Umständen zu Verzögerungen beim Abarbeiten der Einsätze. Aber: Man helfe jedem, der die Notrufnummer gewählt habe.

„Alle vier Löschzüge sind unterwegs, mit ungefähr 60 bis 70 eigenen Kräften“, sagt Jens Knipper. Es gebe zwei große Knackpunkte: Großhamberg und Gut Landscheid. „Das ist durch die Wassermassen geflutet.“ Die Feuerwehr sei mit Pumpen vor Ort; auch habe man versucht, alles mit Sandsäcken zu sichern. Rund 1200 von ihnen wurden im gesamten Stadtgebiet verbaut. Unterstützung habe es durch die Leichlinger Feuerwehr und das THW Wermelskirchen gegeben, berichtet Knipper.

„Bäume sind meines Wissens nicht umgefallen. Aber es gibt viele Wasserschäden in Kellern und Häusern; Straßen sind überflutet.“ Einige seien auch gesperrt, wie im Bereich Lambertsmühle. Wasserschäden „verschiedenen Ausmaßes“ also, wie Knipper sagt.

Rund 35 Einsätze listete der Feuerwehrsprecher am späten Nachmittag auf: „Sie werden nach und nach abgearbeitet. Regelmäßig kommen weitere dazu.“

Auf Facebook erhielten die Feuerwehrkräfte Zuspruch: „Haltet durch“, stand da zu lesen und „Danke für euren Einsatz.“

Die Feuerwehr Bergisch Gladbach appellierte an die Bürger: Sie mögen ihre Grundstöcke sichern, Gegenstände aus dem Garten entfernen, die weggespült werden könnten; sie sollten Abläufe frei halten, sich nicht in gefährdeten Kellerräumen aufhalten.

Die Prognose des Deutschen Wetterdienstes: weitere Regenfälle mit 100 Litern pro Quadratmeter. Sowohl die Burscheider als auch die Gladbacher Wehr gingen von einem noch länger andauernden Kampf gegen die Wassermassen aus.

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