Adient: Statt 162 sollen 62 Arbeitsplätze wegfallen

Am Standort Burscheid befindet sich die Europa-Zentrale des Automobilzulieferers Adient. Dort stehen nun 62 Stellen zur Disposition. Archivfoto: Doro Siewert
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Am Standort Burscheid befindet sich die Europa-Zentrale des Automobilzulieferers Adient. Dort stehen nun 62 Stellen zur Disposition. Archivfoto: Doro Siewert

Betriebsrat und Unternehmen einigen sich auf gemeinsames Konzept – Zahl durch Freiwilligenprogramm reduziert

Von Nadja Lehmann

Im Juli hatte die Mitarbeiter von Adient die Hiobsbotschaft erreicht: 162 Stellen sollten in Burscheid wegfallen. In der kurz „Emea“ genannten Region, hinter sich Europa, Mittlerer Osten und Afrika verbergen, sollten es insgesamt gar 510 Stellen sein. „Die Verhandlungen mit den Betriebsräten sind angelaufen“, hatte Claudia Steinhoff, Kommunikationschefin bei Adient für die Region Emea, im Juli erklärt. Der Stellenabbau bei einem der weltweit führenden Anbieter von Automobilsitzen nimmt nun konkrete Formen an.

„Seit jeher ist unser Geschäft als Automobilzulieferer sehr volatil.“

David Herberg, Adient

Wie der stellvertretende Betriebsratsvorsitzende Thorsten Müller mitteilt, haben nun Betriebsrat und Arbeitgeber nach „intensiven und konstruktiven Gesprächen“ ein gemeinsames Konzept zur Umstrukturierung verabschiedet. Die gute Nachricht: Von den ursprünglich 162 Stellen, die wegfallen sollten, konnte durch Freiwilligenprogramme, Kurzarbeit und weitere Maßnahmen die Zahl der noch abzubauenden Stellen auf 62 reduziert werden. Diese sollen nun durch weitere Maßnahmen, wie beispielsweise ein zusätzliches Freiwilligenprogramm, die Möglichkeit von Aufhebungsverträgen mit optionalem Wechsel in eine Transfergesellschaft sowie der Teilnahme an einem Altersteilzeit- oder Frühverrentungsmodell, auf sozialverträgliche Weise abgebaut werden.

„Wir begrüßen das Engagement der Belegschaft und Belegschaftsvertretung, auf konstruktive Weise an Lösungen mitzuwirken, unsere Beschäftigungssituation an das vorhandene Auftragsvolumen anzupassen und zu stabilisieren. Seit jeher ist unser Geschäft als Automobilzulieferer sehr volatil, und wir müssen uns flexibel an die jeweilige Marktsituation anpassen“, betont Standort-Geschäftsführer David Herberg, VP Engineering Adient Emea. „Unser Dank geht auch an den Betriebsrat, der mit uns sehr lösungsorientiert verhandelt hat.“

Designer, Ingenieure und Produkt-Entwickler aus rund 40 verschiedenen Ländern arbeiten in der Adient-Europa-Zentrale in Burscheid. Der Automobil-Zulieferer entwickelt Autositze für alle Hersteller-Marken – und ebenso innovative Visionen für die Sitze der Zukunft. Aktuell beschäftigt Adient 914 Mitarbeiter in Burscheid.

Mit den Stellenstreichungen sollen Überkapazitäten in der Entwicklung und den zentralen Funktionen abgebaut werden, hieß es im Juli in der Mitteilung des Unternehmens, das seinen Sitz an der Industriestraße hat. „Es kommen zwei Aspekte zusammen: Zum einen der sehr hohe Wettbewerbsdruck, der zu einer gesunkenen Auftragslage und damit zu einer geringeren Auslastung geführt hat. Zum anderen ist verschärfend Corona hinzugekommen“ – so hatte es im Sommer Claudia Steinhoff hervorgehoben.

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