Acht Tablets holen benachteiligte Schüler wieder mit ins Boot

Christian Riehl (Jugendbüro), Spender Uwe Nickut und Bürgermeister Stefan Caplan (v. r.) freuen sich über zusätzliche Tablets.Foto: Katholische Jugendagentur
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Christian Riehl (Jugendbüro), Spender Uwe Nickut und Bürgermeister Stefan Caplan (v. r.) freuen sich über zusätzliche Tablets.Foto: Katholische Jugendagentur

Distanzunterricht: Kaum Endgeräte bei vielen Familien – Nickut Catering spendet für die technische Ausstattung

Von Nadja Lehmann

Distanzunterricht ist das Gebot der Stunde. Noch bis mindestens 14. Februar – und wer weiß, vielleicht noch länger – begegnen sich Schüler und Lehrer nur digital und damit indirekt. So berichtete erst kürzlich Angelika Büscher, Schulleiterin der Johannes-Löh-Gesamtschule, von ihren Erfahrungen mit der Lernplattform „Logineo“ und wie man Auf dem Schulberg versucht, für Lehrer und Schüler verlässliche Strukturen zu schaffen und den Stundenplan eins zu eins umzusetzen.

Das aber bedarf nicht nur des Engagements von allen Seiten, sondern auch der Technik. Wie nun Sabine Sistig von der Katholischen Jugendagentur Leverkusen, Rhein-Berg und Oberberg mitteilt, hat Nickut Catering dem Jugendbüro Burscheid, dessen Träger die Katholische Jugendagentur ist, acht Tablets gespendet.

Denn der Digitalunterricht ist brenzlig für die Kinder, deren Familien kaum mit digitalen Endgeräten ausgestattet sind. „Manche Familien haben nur ein Handy. Das klappt dann natürlich gar nicht, wenn drei Geschwister damit beim Online-Schulunterricht mitmachen sollen“, erklärt Christian Riehl. Er arbeitet als Bildungs- und Teilhabeberater im Jugendbüro Burscheid. Seit neun Jahren unterstützt er benachteiligte Kinder und Jugendliche dabei, die Bildung zu erhalten, die sie brauchen. Er kennt die Lage.

„Ohne Computer oder Tablets gehen die Kinder während der Schulschließung mehr oder weniger unter. Die nehmen dann nicht am Videounterricht teil und sind für die Lehrer nicht erreichbar.“ Christian Riehl hat das bereits im Frühjahr 2020 erlebt. „Das wollen wir auf jeden Fall vermeiden. Wir wollen nicht, dass die Kinder so abgehängt werden. Sie verpassen ja nicht nur den Schulstoff. Sie sind richtig ausgeschlossen.“ Darum kommt die Spende der Firma Nickut Catering genau zur richtigen Zeit. Durch Bürgermeister Stefan Caplan hat Uwe Nickut von der Situation vieler Familien in Burscheid erfahren. „Da stand für mich fest: Ich möchte den Schülern helfen. Viele von ihnen beliefere ich ja auch mit dem Schulessen“, berichtet der Unternehmer.

Jugendbüro hat sich mit der Gesamtschule abgesprochen

Durch seine Spende konnte die Katholische Jugendagentur für das Jugendbüro Burscheid acht Tablets anschaffen. „Jetzt wird mit dem Ganztag der Johannes-Löh-Gesamtschule abgesprochen, welche Familien die Tablets erhalten. Und dann geht’s los“, freut sich Christian Riehl. Sobald sie die Geräte haben, können die Kinder in den Videokonferenzen zusammen mit ihren Mitschülern lernen. Sie sind wieder mit im Boot.

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