Acht Floriansjünger absolvieren Lehrgang

Feuerwehrarbeit ist Teamwork: Jeder muss sich auf jeden und jede verlassen können; jeder Handgriff muss sitzen. Fotos: Jens Knipper/Feuerwehr
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Feuerwehrarbeit ist Teamwork: Jeder muss sich auf jeden und jede verlassen können; jeder Handgriff muss sitzen.

Freiwillige Feuerwehr Burscheid freut sich, dass man nicht mehr nur digital ausbildet

Von Nadja Lehmann

Corona hat nicht nur unser aller Alltag ordentlich durcheinandergebracht, sondern auch den Ausbildungsbetrieb bei der Freiwilligen Feuerwehr. In den vergangenen Tagen fand seit Beginn der Pandemie erstmalig wieder ein Grundlehrgang statt. „Seit Samstag, 18. September, ist Burscheid somit wieder ein Stück sicherer geworden“, sagt Jens Knipper, der bei der Freiwilligen Feuerwehr für die Öffentlichkeitsarbeit verantwortlich ist.

Acht Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr absolvierten mit Erfolg den ersten Teil der Grundausbildung in der Gefahrenabwehr. Mehrere Wochenenden lang drückten die Teilnehmer die Schulbank, um Grundlagen zur Feuerwehr zu erlernen. Aber auch praktische Inhalte wurden gelehrt.

„Es fängt an mit Rechten und Pflichten, geht weiter mit Fahrzeug- und Gerätekunde bis hin zu einsatztaktischen Grundlagen wie man einen Löschangriff aufbaut. Nach der Theorie wurde das Erlernte praktisch angewendet. Hier lernen die Teilnehmer von Grund auf“, erklärt Stefan Mines.

Stefan Mines ist der Burscheider Lehrgangsleiter. Unterstützt wird er bei der Ausbildung der Nachwuchskräfte von seinen Kameradinnen und Kameraden der vier Löschzüge. Der Grundlehrgang ist nur ein kleiner Teil von vielen folgenden Lehrgängen und Seminaren, die teilweise auf Kreis- oder Landesebene fortgesetzt werden. „Der Grundlehrgang ist sozusagen das Fundament. Darauf wird in weiteren Lehrgängen wie auch in Übungsdiensten der einzelnen Löschzüge aufgebaut. Nach oben gibt es fast kein Ende. Feuerwehr ist vielseitig und baut auf einer breiten Wissensfront auf“, sagt Stefan Mines.

Auch die Erste Hilfe stand auf dem Lehrgangsplan. Davon bekommen die angehenden Feuerwehrfrauen und -männer auch eine Bescheinigung, die sie zum Beispiel bei der Führerscheinprüfung vorlegen können. „Wir bilden alle Themen selbst aus. Ausgenommen ist das Thema Erste Hilfe, hier bekommen wir dankenswerterweise Unterstützung der Werksfeuerwehr Federal-Mogul. Sie haben sowohl das für diesen Ausbildungsabschnitt speziell qualifizierte Lehrpersonal als auch entsprechendes Equipment“, erklärt Mines.

„Wir bemühen uns stets, dass jeder so gut wie alles kann, damit im Ernstfall jeder universell einsetzbar ist.“

Klaus Kopisch, stellvertretender Wehrleiter

Dem stellvertretenden Wehrleiter Klaus Kopisch ist eine breite Ausbildung seiner Kollegen sehr wichtig. „Wir bemühen uns stets, dass jeder so gut wie alles kann, damit im Ernstfall jeder universell einsetzbar ist. Das klappt bisher sehr gut, und wir werden auch weiterhin auf eine breite und fundierte Ausbildung setzen“, so Kopisch weiter.

Da die Coronapandemie auch vor der Feuerwehr nicht Halt macht, setzt man dort natürlich auch auf Hygiene- und Schutzkonzepte. „Teilnehmen dürfen nur geimpfte Kameradinnen und Kameraden. Zusätzlich gilt in Innenräumen absolute FFP2-Maskenpflicht“, betont Stefan Mines. Auch im Einsatzalltag setze man auf solche Konzepte, erklärt Klaus Kopisch. „Der Eigenschutz hat absolute Priorität. Da wir als Feuerwehr alle geimpft werden konnten und die meisten das Angebot auch wahrgenommen haben, können wir nun endlich auch wieder einen Lehrgang stattfinden lassen. Übungsdienste finden nun auch wieder in Präsenz statt“, freut sich Kopisch.

Lange Zeit musste die Burscheider Freiwillige Feuerwehr auf Lehrgänge und Übungsdienste verzichten. „Vieles fand digital statt. Aber gerade in der Feuerwehr geht es ohne praktisches Training nicht“, sagt Klaus Kopisch.

Strahlende Gesichter nach dem Lehrgang: Die Urkunde beweist, dass alle erfolgreich waren.

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