Konzert

Academie spielt ein geistreiches Konzert

Die Musicalische Academie gab das Abschiedskonzert im Haus der Kunst.
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Die Musicalische Academie gab das Abschiedskonzert im Haus der Kunst.

Musikalischer Abschied vom Haus der Kunst.

Von Tanja Alandt

Burscheid. Mit einem Konzert der „Musi-calische Academie von 1812 zu Burscheid“ sowie des Streichensembles der Musikschule Burscheid verabschiedeten sich am Sonntagabend Musiker und Publikum (vorerst) vom Haus der Kunst, das durch lange Bauarbeiten erst einmal geschlossen wird.

Das Konzert mit Werken von Goerge Bizet, Weinberg, Akimenko und anderen wurde vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen gefördert und war restlos ausgebucht. Ebenfalls hatten die Paul-Luchtenberg-Stiftung sowie die Burscheid-Stiftung der Kreissparkasse Köln das Konzert mitfinanziert.

Eine neue Auftrittsmöglichkeit zu finden, sei äußerst schwierig

Der Vorsitzende der Musicalischen Academie, Dr. Tilmann Werner, der an diesem Abend Kontrabass im Orchester spielte, hofft, dass sich die Bauarbeiten für den vergrößerten Umbau nicht allzu lange hinziehen. Er berichtete, wie schwierig es sei, eine neue Auftrittsmöglichkeit zu finden. Da die Instrumente sehr empfindlich seien und hier das bergische Wetter herrsche, sei es nahezu unmöglich, draußen zu spielen. Die Akustik sei natürlich das zweite Problem. Das Orchester benötige Räume mit gewisser Resonanz, sonst klinge es sehr dünn und flach. Sehr froh ist er darüber, dass das Orchester in der gegenüberliegenden Kirche ihr nächstes Konzert geben darf.

Nach Fedor Akimenkos Nocturne und einer Auswahl von Anatoli Liadows „Acht russische Volkslieder op. 58“ so-wie Mieczyslaw Weinbergs „Fantasie für Cello und Orchester op. 52“ gab es eine Überraschung für das Publikum. Bevor das Orchester „Danse des Sauvages“ aus Les Galantes von Jean-Philippe Rameau spielte, kam Yuko Schmitz laut trommelnd in den Saal hinein und trommelte inmitten des Orchesters weiter. Anschließend spielte sie Pauke.

Dr. Tilmann Werner bedankte sich bei den Hausherren für die Gastlichkeit in dem Haus und erläuterte, dass immer alles perfekt gelaufen sei. „Wenn plötzlich die Stühle standen, dann waren dies nicht die Heinzelmännchen aus Köln gewesen“, erklärte er dem Publikum. Das Ehepaar bekam Blumen überreicht und war von der Dankesrede gerührt.

Anschließend genossen die Zuhörer ebenfalls „Reigen seliger Geister aus Orpheus und Eurydike“ von Christoph Willibald Gluck sowie Georges Bizet`s „L`Arlésienne Suite Nr. 2 und natürlich die Atmosphäre. Sie gaben zudem immer wieder großen Beifall für das 39-köpfige Orchester, das unter der Leitung von Nicolai Dembowski musizierte. Seit 2021 ist er der künstlerische Leiter der Musicalischen Academie Burscheid und ist Instrumentalpädagoge und komponiert zudem.

Das Orchester bestand aus elf Violinen, vier Violas, vier Violoncellos, zwei Kontrabässen, einer Harfe, drei Flöten, zwei Oboen, zwei Klarinetten, zwei Fagotts, zwei Trompeten, einem Englischhorn, einem Saxophon sowie der Pauke und drei Musikern am Horn. Merle Geißler spielte ebenfalls Violoncello. Sie ist mehrfache erste Bundespreisträgerin von „Jugend musiziert“ und des „Mendelssohnwettbewerbs“ der Kulturregion Frankfurt.

Das nächste Konzert findet am 18. Dezember in St. Laurentius statt.

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