Ab dem 1. März brauchen Mofas ein blaues Kennzeichen

Die Mofa-Kennzeichen müssen ab dem 1. März wieder blau sein. Die schwarzen Kennzeichen sind ab dann ungültig. Foto: Joachimsmeier
+
Die Mofa-Kennzeichen müssen ab dem 1. März wieder blau sein. Die schwarzen Kennzeichen sind ab dann ungültig.

Versicherungsexperte gibt Tipps

Von Stephan Büllesbach

Ende Februar wird wieder heftig in den Garagen und Kellern geschraubt, denn ab dem 1. März ist die Farbe der neuen Mofa-Schilder blau. „Wer dann noch mit dem alten, schwarzen Kennzeichen fährt, hat keinen Versicherungsschutz mehr und macht sich außerdem strafbar“, warnt der Hückeswagener Karl-Jürgen Huhn, Sprecher des Bezirks Bergisch-Land im Bundesverband Deutscher Versicherungskaufleute (BVK).

Das neue, ein Jahr lang gültige Schild ist für etwa 50 bis 130 Euro bei den Versicherungskaufleuten zu haben. „Der Haftpflichtschutz für Zweiräder leistet bei finanziellen Ansprüchen von Geschädigten nach einem Unfall Schadensersatz bei Personen-, Sach- und Vermögensschäden“, erläutert Huhn. Für alle motorisierten Zwei- und Vierräder bis zu 50 Kubikzentimeter Hubraum sei ein Versicherungsschild zudem Vorschrift. Das gelte für Mofas und Leichtmofas, Mopeds oder auch Kleinkrafträder und sogar für Krankenrollstühle, wenn sie schneller sind als sechs Stundenkilometer.

Wird ein dreirädriges Kleinkraftrad oder vierrädriges Leicht-Kfz (kein Quad) mit einer Höchstgeschwindigkeit von 45 Kilometer pro Stunde mit Mofa-Kennzeichen gefahren, kostet die Versicherung einen deutlichen Freizeitspaß-Zuschlag von etwa 20 bis 30 Euro pro Jahr. Auch die als Elektrokleinstfahrzeuge zugelassenen E-Scooter benötigen einen Versicherungsnachweis. Aber anders als bei Mofas wird dort kein Blechschild am Heck angeschraubt, vielmehr muss der Versicherungsnachweis in Form eines Stickers gut sichtbar hinten auf den E-Scooter aufgeklebt werden.

Eine weitere Besonderheit von E-Scootern ist laut Huhn, dass sie bereits ab dem 14. Lebensjahr von Jugendlichen ohne Führerschein und Helm gefahren werden dürfen. Fußgängerwege sind für die E-Scooter tabu, sie müssen Radwege oder – falls diese fehlen – die Straße benutzen.

Bei der Schilderausgabe wird die Technik nicht kontrolliert

Für die sogenannten S-Pedelecs, nicht zu verwechseln mit E-Bikes, die rein elektrisch ohne Muskelkraft mit Tretunterstützung bis maximal 45 Stundenkilometer schnell sein können, ist ebenfalls eine gesonderte Haftpflichtversicherung und ein neues Versicherungskennzeichen notwendig.

Bei der Schilderausgabe wird die Technik nicht kontrolliert. „Frisierte Fahrzeuge bleiben aber illegal“, betont Huhn: „Daher zahlt die Haftpflichtversicherung nach einem verursachten Unfall zwar den Schaden des Unfallopfers, holt sich aber später das Geld vom Verursacher zurück“. Daher lohne sich das Frisieren nicht.

Das könnte Sie auch interessieren

Meistgelesen

Hilgen: Kreuzung Kölner/Witzheldener Straße wieder freigegeben
Hilgen: Kreuzung Kölner/Witzheldener Straße wieder freigegeben
Hilgen: Kreuzung Kölner/Witzheldener Straße wieder freigegeben
Kreuzung in Hilgen war gesperrt
Kreuzung in Hilgen war gesperrt
Kreuzung in Hilgen war gesperrt
Großhamberger zeigen, was alles kaputt ist
Großhamberger zeigen, was alles kaputt ist
Großhamberger zeigen, was alles kaputt ist
Ab sofort startet der Notarzt in Burscheid
Ab sofort startet der Notarzt in Burscheid
Ab sofort startet der Notarzt in Burscheid

Unsere News per Mail

Nach der Registrierung erhalten Sie eine E-Mail mit einem Bestätigungslink. Erst mit Anklicken dieses Links ist die Anmeldung abgeschlossen. Ihre Einwilligung zum Erhalt des Newsletters können Sie jederzeit über einen Link am Ende jeder E-Mail widerrufen.

Die mit Stern (*) markierten Felder sind Pflichtfelder.

Kommentare