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9400 Euro kommen beim Basar ums Kind zusammen

Der nötige Sicherheitsabstand wurde von allen Beteiligten eingehalten. Fotos (2): Doro Siewert
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Der nötige Sicherheitsabstand wurde von allen Beteiligten eingehalten.

Veranstalter warteten in Hilgen-Dünweg mit ausgefeiltem Hygienekonzept auf.

Von Ursula Hellmann

Und er durfte doch stattfinden: Bis zur letzten Minute waren die Organisatorinnen des Basars „Rund ums Kind“ nicht sicher, ob die wochenlangen Vorbereitungen wegen der rapide steigenden Corona-Infektionszahlen nicht doch umsonst gewesen waren. Und dann wurde der beliebte Basar am Samstag einmal mehr ein Erfolg: 9400 Euro kamen zusammen. Laut den Organisatoren nicht viel weniger als in den Vorjahren.

Die Gemeinderäume in der Evangelischen Kirche Hilgen-Dünweg waren ansonsten jeweils an zwei Terminen im Jahr übervoll gewesen. Monate vergingen – dann stand es für die Planungsgruppe um Anja Wollschlaeger fest: Es wird auch im Herbst 2020 einen Kinder-Basar geben, ganz gleich, wie umständlich und aufwendig die Planung und die Vorarbeiten sich gestalteten.

Bei einem Vortreffen hatten die fleißigen Ehrenamtler ein ausgefeiltes Hygienekonzept erarbeitet. Darin auch enthalten: der Ablauf der Anlieferungen von Kleidern für Kinder von null bis zwölf Jahren. Als Hilfe hatte sich erwiesen, dass schon während des letzten Basars im Frühjahr an jeden Bestücker Meldeunterlagen verteilt wurden.

„Wir hätten die Obergrenze von 100 Personen nutzen dürfen, aber alle 13 Helfer haben sich geeinigt, dass es nach Lage der Dinge höchstens 80 Personen sein sollten“, berichtet Initiatorin Anja Wollschlaeger. „Darum war uns klar: Es wird nicht nur eine durchgängige Öffnungszeit geben, sondern vier gesonderte Gruppen für je 80 Besucher.“

Die erste Gruppe hatte ab 12 Uhr eine knappe Stunde Zeit zum Aussuchen, Einpacken und Bezahlen. Der zweite Besucherstrom hatte seine Stunde von 13 bis 14 Uhr – und so weiter.

Bereits eine halbe Stunde vor 12 Uhr bildete sich eine geordnete Schlange aus Frauen und auch Männern vor dem vorderen Eingang der Kirche auf dem Bürgersteig bis hin zum Kreisverkehr Richtung Dabringhauser Straße.

Stöbern und Schnäppchen finden – diese Gelegenheit nutzten am Samstag viele.

Punkt 12 bewegte sich die Reihe relativ zügig zum Anmeldepunkt. Ein Skizzenplan auf dem Vorplatz gab Auskunft, wo und was zu finden war. Alle Namen wurden auf der langen Liste abgehakt – das Aussuchen und Abschätzen konnte starten.

Wie war die Anmeldung erfolgt? Wollschlaeger: „Die allermeisten Haushalte sind bereits online vernetzt und haben damit keine Probleme. Wo es zusätzlichen Bedarf gab, rechtzeitig vor Ort zu sein, erklärte sich Matthias Schneider (FeG Weiherstraße) bereit, einen Abholdienst zu übernehmen. Er fuhr mehrfach die Strecke, jeweils zu den verschiedenen Öffnungszyklen.

Die Bitte der Organisatoren war, nur jeweils ein Elternteil zum Basar zu schicken. Für eine Mama aus Wermelskirchen ergab sich zumindest die Möglichkeit, ihre Mutter aus Burscheid dabei zu haben. So gelang die Auswahl für das Neugeborene und das größere Geschwisterchen günstigenfalls mit vier Augen.

Es gibt nicht mehr viele solcher Angebote in der Umgebung

In den ersten Minuten nach der Öffnung war Martina Kruchen (Burscheid) sehr schnell fündig geworden: „Ich kenne diesen Basar schon lange und komme gerne immer wieder. Dass diesmal kein übergroßes Gedränge herrscht, ist in einer Art positiv. “

Was immer wieder zwischen den Wartenden zu hören war: Es war für viele eine willkommene Gelegenheit, Kleidung und Spielzeug günstig zu erstehen.

Besucherinnen aus Wermelskirchen, Tente und Umgebung bedauerten, dass es nur noch wenige solcher Angebote vor Ort gebe. Dafür nehmen sie ohne Weiteres in Kauf, dass es in den sonst so gemütlichen Hilgener Gemeinderäumen um der Lüftung willen auch mal Durchzug gab.

Unter den ehrenamtlichen Helfern sprach Anke Theron-Schirmer über die Situation kirchlicher Projekte durch die Zwangspausen. „Als Theaterpädagogin bedauere ich natürlich, dass alle Projekte für die Jugendgruppen auf Eis liegen. Im Augenblick proben wir für ein Krippenspiel zu Weihnachten. Das wird als digitaler Stream für eine Aufführung aufgezeichnet und während der Weihnachtsgottesdienste gezeigt. Wie es weitergeht – dahinter steht für uns alle leider noch ein großes Fragezeichen.“

Hintergrund

Das sechsseitige Hygienekonzept, das Wochen zuvor erstellt wurde, musste fast täglich neu überdacht und aktualisiert werden. An Verkaufsartikeln wurden etwa ebenso viele angeliefert wie zu den vergangenen Basartagen. Als Helfer standen diesmal 13 Damen zur Verfügung – etwa die Hälfte der Vorjahresmenge. Durch die Reduzierung auf nur eine angemeldete Person pro Familie und dem Wegfall des Cafés war die Anzahl der Mitarbeiter zu verkraften.

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