Herz für die Natur

40.000 Bienen summen künftig am Hauptsitz

Rund 25 000 Bienen umschwirren den Firmensitz bereits, auf 40 000 Tiere wird der Bienenstock noch anwachsen. Erwartet wird ein Honig, der kräftig im Geschmack und dunkel in der Farbe ist.
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Rund 25 000 Bienen umschwirren den Firmensitz bereits, auf 40 000 Tiere wird der Bienenstock noch anwachsen. Erwartet wird ein Honig, der kräftig im Geschmack und dunkel in der Farbe ist.
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Johnson Controls will Einsatz für Insekten auf alle Standorte ausdehnen.

Von Nadja Lehmann

Burscheid. Johnson Controls: Das ist in Burscheid ein vertrauter Name, hatte das Unternehmen mit US-amerikanischen Wurzeln doch dort bis 2015 seine Europazentrale von Johnson Controls Automotive Seating., 2016  folgte dann die Umbenennung; heute kennt man den Automobilzulieferer und Experten für Sitzsysteme unter dem Namen Adient.

Nun zeigt Johnson Controls, dass man auch ein Herz für die Natur hat. Man greife auch „den Kolleginnen aus der Insektenwelt unter die Arme – den Bienen“, heißt es aus dem Unternehmen, das einem Bienenvolk auf seinem Firmengelände in Ratingen ein neues Zuhause gegeben hat. Der Bienenstock am Hauptsitz für Kontinentaleuropa ist der erste von vielen, denn die Initiative wird auf alle Gebäude von Johnson Controls in Deutschland ausgedehnt.

Die Wärme macht Wespen aggressiv - so verhält man sich richtig

Was haben Honigbienen und Johnson Controls gemeinsam? Natürlich hat das Unternehmen die Antwort parat. „Beide sind ausgewiesene Experten, wenn es um die perfekte Klimatechnik geht. Ein Bienenstock verfügt über einen raffinierten Kühl- und Heizmechanismus, während Johnson Controls Klimatisierungslösungen für temperaturempfindliche Räume und Gebäude entwickelt.“

Zudem arbeiteten im Unternehmen seit über 135 Jahren viele „fleißige Bienen“, die ihr Bestes für die Umwelt geben würden: „Sie treiben kontinuierlich Technologien voran, die den Kunden verschiedener Branchen dabei helfen, weniger Energie zu verbrauchen, Ressourcen zu sparen und Wege zu einem gesunden, kohlenstofffreien Wirken zu finden“, heißt es in der Mitteilung.

Zusammenarbeit wird dank Imkerei und Manufaktur möglich

Möglich wird die Zusammenarbeit den fliegenden Umweltspezialisten durch Wolfgang Zell von der Imkerei und Honigmanufaktur Salubria. „Die Bienen sind für unser Ökosystem enorm wichtig und trotzdem wird ihr Lebensraum immer kleiner. Daher haben wir es uns zur Aufgabe gemacht, den Bestand an Bienenvölkern zu vergrößern und sind stolz, mit Johnson Controls einen Paten gefunden zu haben, der unseren Völkern noch an anderen Standorten in Deutschland seine Grünflächen zur Verfügung stellen wird,“ sagt Zell.

„Bienen unterstützen das Wachstum von Bäumen, Blumen und anderen Pflanzen, die großen wie kleinen Lebewesen Nahrung bieten und als Unterschlupf dienen. Ihre Bedeutung für das Ökosystem kann gar nicht hoch genug eingeschätzt werden. Gemeinsam mit Salubria planen wir daher, all unsere Standorte in Deutschland nach und nach mit Bienenstöcken auszustatten“, sagt Reinhold van Ackeren, Marketingleiter.

„Dies ist eine immens wichtige Initiative für uns“, ergänzt Katie McGinty, Vice President und Chef für Nachhaltigkeit bei Johnson Controls. „Mit dem Engagement für die Bienen möchten wir unseren Planeten für zukünftige Generationen schützen. Wir fügen unserem bestehenden Nachhaltigkeitskonzept damit eine weitere Dimension hinzu, indem wir uns direkt für den Erhalt des Lebensraums eines der wichtigsten Lebewesen der Natur einsetzen. Wir sind stolz darauf, dass unsere Kollegen in Deutschland hier eine Vorreiterrolle übernommen haben, und freuen uns darauf, das Projekt landesweit einzuführen.“

Aktuell bewohnen rund 25 000 Tiere den Bienenstock in Ratingen. Das Volk wird sich nach weiteren vier Wochen auf die volle Stärke von 40 000 Bienen vergrößert haben. Die Tiere fliegen dann in einem Radius von ein bis vier Kilometern im Umkreis des Stockes immer eine Pflanzenart an, die gerade blüht. So sorgen sie dafür, dass sich diese vermehren kann. Ist die Blütezeit vorüber, suchen Spähbienen eine neue, gerade blühende Art – auf die alle Tiere wechseln.

Eine Bienen-Patenschaft kann jeder übernehmen, der ein insektenfreundliches Gelände wie Grünflächen, Wiesen oder auch Waldrandgebiete zur Verfügung stellen kann. Ist der Bienenstock einmal an Ort und Stelle, legen die fleißigen Arbeiterinnen auch schon los: In Ratingen erwartet man einen kräftigen Honiggeschmack und eine dunkle Farbe.

Weitere Informationen unter www.salubria.de

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