Jugendbüro Burscheid

30 Drucker helfen Familien beim Online-Unterricht

Bürgermeister Stefan Caplan, Michael und Nick Beyer vom Beyer Ingenieurbüro, Christian Riehl von der Katholischen Jugendagentur LRO (von links) freuen sich über die 30 Drucker. Foto: KJA LRO
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Bürgermeister Stefan Caplan, Michael und Nick Beyer vom Beyer Ingenieurbüro, Christian Riehl von der Katholischen Jugendagentur LRO (von links) freuen sich über die 30 Drucker.
  • Markus Schumacher
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Das Ingenieurbüro Beyer spendet die Geräte an Jugendbüro Burscheid.

Burscheid. „Wir sind dankbar, dass es unserem Unternehmen trotz der Pandemie gut geht und ich freue mich, dass ich in dieser Situation anderen helfen kann“, sagt Michael Beyer. Er ist mit seinem Ingenieurbüro in Burscheid ansässig. Als Bürgermeister Stefan Caplan ihn auf die Situation vieler Schüler in Burscheid ansprach, hat er sich schnell entschlossen: 30 Drucker inklusive Nachfüllpatronen spendet er an das Jugendbüro Burscheid, das von der Katholischen Jugendagentur LRO betrieben wird.

Der Distanzunterricht ohne direkten Kontakt zu Lehrern und Mitschülern dauert jetzt schon mehrere Wochen. Zum Glück kommen die Kinder und Jugendlichen meist schnell mit der Technik zurecht, die sie für den Online-Unterricht brauchen. „Es ist super, wie fit auch Kinder aus der 5. Klasse schon sind. Wenn die ein iPad nur zwei Tage in der Hand hatten, beherrschen sie das Gerät perfekt“, erklärt Christian Riehl. Er betreut für das Jugendbüro Burscheid mehr als 340 Kinder und Jugendliche vor Ort.

Durch Spenden konnten schon viele Familien mit Laptops und Tablets versorgt werden, die sonst nicht mit der notwendigen Technik ausgestattet gewesen wären. So ist immer mindestens ein Gerät in der Familie, das sich die Geschwister teilen können, um beim Online-Schulunterricht dabei zu sein.

Der Drucker ist da eine große Hilfe: Die Schüler drucken sich ihre Aufgaben aus und können daran arbeiten, auch wenn die ältere Schwester den Laptop gerade für eine Schulstunde braucht. Die 30 Drucker vom Ingenieurbüro Beyer werden durch das Jugendbüro Burscheid an die Schüler vermittelt. Jedem Jugendlichen wird gezeigt, wie er Handy oder Laptop damit verbindet. Auch das Auswechseln der Tintenpatronen wird geübt.

Schüler, die nur ein Handy zur Verfügung haben, sind jetzt erleichtert: Sie müssen sich ihre Arbeitsblätter nicht mehr mühsam auf dem kleinen Bildschirm heranzoomen, sondern sie drucken sie aus.

Christian Riehl hat beobachtet: „Bei Familien mit Fluchthintergrund tragen im Moment die Jugendlichen viel Verantwortung.“ Meist sind sie es, die am besten Deutsch verstehen. Sie erklären Eltern und jüngeren Geschwistern, wie die Corona-Lage in Deutschland aussieht und welche Verhaltensregeln gelten. „Die Jugendlichen wollen nichts falsch machen und sind oft übervorsichtig“, berichtet Riehl. „Sie bleiben die meiste Zeit zu Hause, und da fällt ihnen oft die Decke auf den Kopf.“ Umso wichtiger sind jetzt die technischen Hilfsmittel, um Kontakt zur Schule und zu den Mitschülern zu halten.

Bürgermeister Stefan Caplan erkannte die Situation schnell und wusste, wen er in Burscheid als Unterstützer gewinnen konnte. Michael Beyer und sein Sohn Nick fühlen sich ihrem Heimatort verpflichtet. Bis 2013 ist Nick selbst hier auf die weiterführende Schule gegangen: „Ich hatte tolle Lehrer, bei denen man wirklich etwas gelernt hat.“

Die Katholische Jugendagentur Leverkusen Rheinberg Oberberg gGmbH (KJA LRO) stärkt junge Menschen im Alter von 6 bis 30 Jahren. Sie ist ein anerkannter Träger der freien Jugendhilfe. Sie engagiert sich in über 50 Einrichtungen und Projekten mit 400 Mitarbeitern.

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