2022 soll es pro Halbjahr nur ein großes Fest geben

Multikulti soll es Ende August zugehen, wenn Burscheid-live zum Internationalen Burscheid bittet – zum Beispiel mit anatolischer Tanzgruppe. Foto: Burscheid-live
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Multikulti soll es Ende August zugehen, wenn Burscheid-live zum Internationalen Burscheid bittet – zum Beispiel mit anatolischer Tanzgruppe.

Mitgliederversammlung von Burscheid-live im Megafon – Vorsitzender ärgert sich über Politiker und ihr zu spätes Handeln

Von Nadja Lehmann

Eine Tatsache steht für Uwe Graetke jetzt schon unverrückbar fest: 2022 lässt er es ruhiger angehen. „Wir werden nur zwei große Veranstaltungen durchführen. Eine im ersten, eine im zweiten Halbjahr“, kündigt der Vorsitzende von Burscheid-live an. „Dann knubbelt es sich nicht so doll wie jetzt.“ Denn aktuell ist der Terminkalender dicht gedrängt. Ende August steigt das Fest Internationales Burscheid, im September folgt fast nahtlos das Altstadtfest, das wegen Corona verschoben werden musste. Nach fast einem Jahr Stillstand trafen am Montag die Vereinsmitglieder erstmals bei ihrer Hauptversammlung im Jugendzentrum Megafon wieder aufeinander.

„Ich wollte unser Treffen nicht wieder verschieben“, sagt Graetke. „Auch wenn ein Termin in den Ferien immer ungünstig ist, weil der ein oder andere im Urlaub ist.“ Es sei jedoch wichtig gewesen, sich kurz vor dem Veranstaltungsmarathon abzustimmen.

„Man kriegt den Kopf gar nicht mehr leer“: Der Vereinsvorsitzende gibt zu, dass er sich zuletzt zu viel zugemutet hat. Zumal die Umstände nicht günstig seien, wie er findet. „Es ist deprimierend, etwas zu machen“, sagt er mit Blick auf die Pandemie. Er vermisse Planungssicherheit. „Die Politiker haben nichts gelernt. Sie handeln nicht früh genug, um die Inzidenzen zu senken“, ärgert er sich. Stattdessen hätten die Urlauber durch Europa fahren dürfen: „Dabei sind es doch die Rückkehrer, die die Zahlen in die Höhe treiben. Jetzt reagieren die Politiker – aber zu spät.“ Dieses nicht vorausschauende Handeln beeinflusse die Arbeit der Vereine und beschädige sie: „Das ärgert mich maßlos. Was helfen uns Förderungen, wenn wir wieder in höhere Inzidenzstufen rutschen und kurzfristig wieder nichts stattfinden kann?“

Für Internationales Burscheid sei er verhalten optimistisch, dass es über die Bühne gehen kann. Sollte jedoch geimpft, getestet oder genesen Voraussetzung sein, müsse wieder neu geplant werden: „Dann brauche ich mehr Helfer – für die Kontrollen, für die Kontaktnachverfolgung.“ Und diese könne man nicht im letzten Moment akquirieren.

Weil sich alles immer kurzfristiger entscheidet, hat sich Uwe Graetke vorgenommen, es 2022 „darauf ankommen zu lassen“.

Ein Förderantrag ging am Montag raus

„So frühzeitig werden wir keine Veranstaltung mehr absagen“, kündigt er an. Und fest steht für 2022 auch: Es bleibt bei Veranstaltungen unter freiem Himmel. Eie Silvesterparty wird es nicht geben. Erfolgsmeldungen gibt es aber auch. Nachdem Graetke zunächst enttäuscht gewesen war, beim Kultursommer 2021 nicht mit einer Förderung bedacht worden zu sein, ging am Montag auf der Mitgliederversammlung doch noch ein Antrag raus. „Das Land hat inzwischen wohl die Problematik für Vereine erkannt, und ein neues Förderprogramm Neustart miteinander ins Leben gerufen, wo insbesondere Vereine mit maximal 5000 Euro unterstützt werden, die unter Wahrung der geltenden Coronaschutzvorschriften in diesem Jahr Veranstaltungen durchführen“, erklärt Graetke, der auf eine Finanzspritze für Internationales Burscheid hofft.

Gute Nachrichten gibt es auch im Bereich Natur und Umweltschutz, dem zweiten Standbein von Burscheid-live. In Hilgen betreut der Verein eine Wiese, die er mit Spalierobst und insektenfreundlicher Bepflanzung ausgestattet hat. „Die Wildblumen sind gekommen, der Sonnenhut und der Flieder“, gerät Graetke ins Schwärmen. Und gewinnt dem unbeständigen Wetter etwas Gutes ab: „Anfangs haben wir Gießkannen geschleppt. Jetzt regelt die Natur das selbst.“

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