20 Klassenzimmer sollen Lüftungsanlagen bekommen

Land hat Förderprogramm aufgelegt – Stadt will Unterstützung beantragen

Von Nadja Lehmann

Bis auf Bayern und Baden-Württemberg haben alle Länder Sommerferien. Die Schulen sind leer, die Lage entspannt. Doch wie steht es nach den Ferien um den Präsenzunterricht – angesichts möglicherweise wieder steigender Inzidenzen? Die Frage, ob und wie Lüftungsanlagen gegen die Aerosole helfen können, wird diskutiert. Die Elternverbände hatten ihre Aufstellung in mehreren Bundesländern gefordert – darunter auch in NRW. Die Empfehlungen des Umweltbundesamts spielen bei der Ausrüstung von Schulen eine wesentliche Rolle: Dort heißt es, mobile Luftreiniger seien lediglich als Ergänzung zum Lüften sinnvoll.

Nun hat die Landesregierung NRW ein Förderprogramm für Kommunen in Höhe von 90 Millionen Euro aufgelegt. Damit sollen Lüftungsanlagen für Schulen und Kindertageseinrichtungen für Räume angeschafft werden, die sich schlecht lüften lassen.

Caplan: Noch diese Woche Dringlichkeitsentscheidung

Wie die Stadtverwaltung mitteilt, hat die Stadt Burscheid eine Bestandsaufnahme durchgeführt, um festzustellen, ob und in welcher Stückzahl Geräte für die städtischen Schulen anzuschaffen sind. Dafür sollen entsprechende Fördermittel beantragt werden.

Gefördert werden laut Landesregierung Lüftungsgeräte für Räume der „Kategorie 2“ in Einrichtungen für Kinder unter zwölf Jahren. „Räume dieser Kategorie sind Klassen- und Betreuungsräume mit eingeschränkten Lüftungsmöglichkeiten, in denen raumlufttechnische Anlagen fehlen, Fenster nur kippbar sind oder die Lüftungsklappen nur minimalen Querschnitt aufweisen“, teilt die Stadt mit. „In enger Abstimmung mit den Schulleitungen haben wir aktuell die Lüftungsmöglichkeiten in den städtischen Schulen und den Gebäuden der Offenen Ganztagsschule überprüft, um festzustellen, wie viele Geräte für welche Schulen angeschafft werden müssen“, sagt Fachbereichsleiter Dirk Runge. Für 20 Klassenzimmer gilt: Sie können nicht optimal belüftet werden. Sie fallen unter die Förderungsbedingungen.

„Insgesamt sind wir in den Gebäuden gut aufgestellt und können wirksame Lüftungsmöglichkeiten in den Klassenräumen gewährleisten. In den meisten Klassenräumen können die Fenster zum Querlüften gut geöffnet werden“, bilanziert Bürgermeister Stefan Caplan. Die Politik werde aufgrund der Höhe der Kosten noch in dieser Woche eine Dringlichkeitsentscheidung treffen. Die Anschaffungskosten pro Gerät liegen bei rund 3 200 Euro. Hinzu kommen Wartung, Pflege und Strom.

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