Zahl der Betriebsaufgaben sinkt deutlich

Bergische IHK legt Zahlenspiegel 2021 vor

Von Manuel Böhnke

Bergisches Land Die Zahl der Betriebsaufgaben ist im vergangenen Jahr deutlich zurückgegangen. Lag sie im bergischen Städtedreieck im Vorjahr bei 3373, waren es 2019 noch 4217. Ebenfalls waren weniger gewerbliche Existenzgründungen zu verzeichnen: Der Wert fiel von 4853 auf 4347. Das ist dem in dieser Woche veröffentlichten Zahlenspiegel der Bergischen Industrie- und Handelskammer (IHK) zu entnehmen.

Einmal im Jahr veröffentlicht die Kammer detaillierte Strukturdaten zur Wirtschaftsregion Remscheid, Solingen und Wuppertal. Die Broschüre bündelt Informationen der IHK sowie des Statistischen Landesamtes und vergleicht diese zum Teil mit NRW-Daten.

38 849 im Handelsregister eingetragene Firmen, Kleingewerbetreibende und Betriebsstätten gibt es demnach im Städtedreieck. Rund 7500 davon sind dem Einzelhandel zuzuordnen. Das produzierende Gewerbe macht 3326 Unternehmen aus, davon 1109 in Solingen und 710 in Remscheid. Sie beschäftigen gemeinsam mehr als 70 000 der rund 225 000 Arbeitnehmer in der Region. Die Gesamtzahl ist im Vergleich zum Vorjahr um 0,7 Prozent zurückgegangen. 46,1 Prozent der bergischen Beschäftigten sind weiblich.

Die Exportquote im Bergischen ist überdurchschnittlich hoch

Die Zahl der Ausbildungsverhältnisse ging im Corona-Jahr im Vergleich zu 2019 leicht zurück: von 5860 auf 5703. 3381 davon waren dem kaufmännischen, die übrigen dem technischen Bereich zuzuordnen.

Die Struktur der Industrie hat die IHK genauer unter die Lupe genommen. Demnach gibt es in der Region sechs Industrieunternehmen mit mehr als 1000 Beschäftigten – zwei in Remscheid, vier in Wuppertal. Den größten Anteil machen jedoch die Betriebe mit weniger als 50 Beschäftigten aus. Über alle Zweige und Betriebsgrößen hinweg erzielte die Industrie im Bergischen im vergangenen Jahr einen Umsatz von 9,66 Milliarden Euro. Das entspricht einem Rückgang von 9,1 Prozent im Vergleich zu 2019.

Besonders hart hat die Corona-Krise offensichtlich die Firmen für Schlösser und Beschläge (-31 Prozent), Fahrzeugbau (-24,1) und chemische Industrie (-22,4) getroffen. Mit einem Umsatzplus konnten die Gummi- und Kunststoff- (+8,8 Prozent), die Papier- und Pappe- (+7,2), sowie die Nahrungs- und Futtermittelindustrie (+4,6) abschließen. Auch die für Solingen wichtige Schneidwaren- und Besteckindustrie wuchs laut der Kammer um 1,5 Prozent. Die Hersteller von Werkzeugen mussten dagegen ein Minus von 9,6 Prozent verkraften.

Mit 2,02 Milliarden Euro waren die Industrieumsätze im vergangenen Jahr in Solingen am geringsten. Remscheid kam auf 3,59 Milliarden, Wuppertal auf 4,05 Milliarden Euro. Die Exportquote im Städtedreieck ist mit 53,3 Prozent hoch. Der nordrhein-westfälische Durchschnitt liegt bei 43,7.

Die Druckversion des Zahlenspiegels ist kostenlos bei der IHK erhältlich. Eine Bestellung ist per Mail möglich. Auf der Internetseite der Kammer ist außerdem eine PDF-Version zum Herunterladen verfügbar.

n.haubold-mihaleva@bergische.ihk.de

www.bergische.ihk.de

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