Wirtschaft

Institut in Wuppertal bietet Ausbildung speziell für Unternehmer an

Gerd Walger, Gründer des Instituts für Unternehmer- und Unternehmensentwicklung. Foto: IUU
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Gerd Walger, Gründer des Instituts für Unternehmer- und Unternehmensentwicklung.

Gelegenheit zur Selbstreflexion und zum Austausch mit anderen.

Von Sven Schlickowey

Wuppertal. „Ein Unternehmen kann sich nur entwickeln, wenn der Unternehmer selbst sich entwickelt“, sagt Prof. Dr. Gerd Walger. „Deshalb bedeutet für ihn die Investition in die eigene, persönliche Entwicklung den größten Hebel für die Entwicklung seines Unternehmens.“ Der Wuppertaler Walger, der ab 1984 die wirtschaftswissenschaftliche Fakultät der Uni Witten/Herdecke aufgebaut hat, hat deswegen das Institut für Unternehmer- und Unternehmensentwicklung (IUU) gegründet, das in Wuppertal ein nach eigenen Angaben in Deutschland einmaliges Studium für Unternehmer anbietet.

Ein Angebot, das eine kaufmännische Ausbildung oder ein wirtschaftswissenschaftliches Studium keinesfalls ersetzen, sondern vielmehr ergänzen soll, wie Dr. Ralf Neise, Direktor des IUU, betont. Denn: „Das dort vermittelte Wissen ist zwar notwendig aber nicht hinreichend, um Unternehmer zu werden.“ Nicht zuletzt auch, weil man als Chef oftmals nur sich selbst verpflichtet ist: „Ein Unternehmer kann ja häufig niemand anderen fragen.“

Teilnehmer sollen für sich klären, wer und was sie sind

Deswegen biete das Unternehmerstudium insbesondere die Gelegenheit zur Selbstreflexion, erklärt Neise: „Die Teilnehmer sollen erst einmal für sich klären, wer sie sind und was sie sind.“ Denn das bestimme maßgeblich mit, welche Art von Unternehmen man aufbaue. Auch indem man eigene Stärken erkenne und nutze. Und indem man eigene Schwächen identifiziere und Strategien dagegen entwickele. Aufgebaut ist das Studium in vier Modulen mit je vier Veranstaltungen. Alle vier bis fünf Wochen kommt die Gruppe freitags und samstags zusammen, um die Themen Identität, Führen, Gestalten und Verhandeln zu besprechen. Ausgangspunkt sei meist eine Frage, so Neise. Jeder Teilnehmer beantworte diese Frage für sich und diskutiere die Antwort dann mit den anderen. „Dabei ist es immer wieder erstaunlich, dass die Leute viel mehr wissen, als sie glauben zu wissen.“ Darüber komme es dann meist zu einem Austausch der Teilnehmer untereinander.

Los geht die nächste Runde, der inzwischen sechste Jahrgang am IUU, am 8. Oktober. Die Zahl der Teilnehmer sei auf acht begrenzt, sagt Dr. Ralf Neise: „Das Format setzt ja auch eine gewisse Vertrautheit voraus.“ Zudem sei das Konzept so gestaltet, dass das Studium neben der beruflichen Tätigkeit absolviert werden könne. Eine formale Voraussetzung, zum Beispiel einen Schulabschluss gibt es nicht, es wird aber auch kein Abschluss verliehen. Weitere Infos im Internet.

www.unternehmerstudium.de

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