Fairtrade

Der „Corona-Kelch“ ist erneut an der Gepa vorbeigegangen

Der Kaffee hat Bioqualität und ist fair gehandelt.
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Kaffee bleibt der wichtigste Artikel bei der Gepa – gefolgt inzwischen von Schokolade.

Wuppertaler Fairtrade-Unternehmen zieht Bilanz.

Von Nina Mützelburger

Wuppertal. Das Fairtrade-Unternehmen Gepa kann auf ein sehr erfolgreiches Jahr 2021 zurückblicken – und das, obwohl es das zweite Jahr Pandemie war. Das zeigt die Bilanz, die die Wuppertaler nun vorstellten. Demnach hat das Unternehmen einen Großhandelsumsatz von 84,9 Millionen Euro gemacht. Das entspricht einem Plus von 4,7 Prozent.

Die Verbraucher haben für Produkte wie Kaffee, Schokolade, Tee, Honig und Handwerksartikel von Gepa im vergangenen Jahr 108 Millionen Euro ausgegeben. Stärkstes Absatzprodukt ist Kaffee, gefolgt von Schokolade. „Wir sind wirklich sehr froh, dass der Corona-Kelch auch im zweiten Jahr an uns vorbeigegangen ist“, sagt der Kaufmännische Geschäftsführer Matthias Kroth.

Gepa: Das macht guten Kaffee aus

Gleichzeitig blickt er besorgt in die Zukunft: „Das aktuelle Wirtschaftsjahr ist schwer zu prognostizieren. Was der Ukraine-Krieg mittelfristig konkret bedeutet, ist jetzt noch nicht abzusehen.“ Schon jetzt haben die Verarbeiter der Gepa durch die gestiegenen Energiekosten höhere Preise angekündigt. Darüber hinaus könnte die gestiegene Inflation aktuell dafür sorgen, dass die Verbraucher grundsätzlich zurückhaltender werden.

Und dann gibt es natürlich auch noch den Klimawandel, der die Bauern stark belastet. Denn zum Beispiel bei Lieferanten in Peru haben aktuell die Pflanzen unter dem ausbleibenden Regen zu leiden und werden anfälliger für Krankheiten wie Kaffeerost. Hier braucht es Kapital, um nötige Bewässerungsanlagen zu installieren.

Welche Bedeutung der Kampf gegen die Klimakrise, aber auch die Bewältigung von Corona-Nachwirkungen und der Folgen des Ukraine-Krieges für die Kaffeepartner in Peru hat, machte Gepa-Einkaufsmanager Kaffee, Kleber Cruz Garcia, am Beispiel der Genossenschaft Sol y Café deutlich: „Fairer Handel ist gerade jetzt die Versicherung für die Kaffeeproduzenten. Auch wenn die Kaffeeweltmarktpreise derzeit hoch sind, werden sie durch erhöhte Lebensmittelpreise, höhere Preise für Betriebsmittel, also die gestiegene Inflation, aufgefressen.“

Einen entscheidenden Beitrag im Kampf gegen den Klimawandel hat das Unternehmen auch noch verkündet: „Wir sind jetzt zertifiziert klimaneutral – also vom Hafen in Deutschland bis ins Regal. Und sehr stolz“, sagt Geschäftsführer Marke und Vertrieb, Peter Schaumberger. Auf die Gepa gesamt entfallen jährlich 2890 Tonnen CO2, dies teilt sich auf in 1537 Tonnen am Standort Wuppertal und Inlandstätigkeit sowie in 1353 Tonnen bei den 31 Verarbeiterfirmen. Die CO2-Messung und anschließende Kompensation der Emissionen geschieht in Kooperation mit dem kirchlichen CO2-Kompensationsfonds „Klima-Kollekte“. Unterstützt wird damit ein nach Goldstandard zertifiziertes Solarprojekt in Indien.

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