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Weihnachtszeit ist Spendenzeit: Das gilt es zu beachten

Eine Spende will, auch und gerade in der Vorweihnachtszeit, gut überlegt sein.
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Eine Spende will, auch und gerade in der Vorweihnachtszeit, gut überlegt sein.

Experten geben Tipps, damit das Geld auch wirklich hilft.

Von Sven Schlickowey

Bergisches Land. In der Vorweihnachtszeit wird traditionell mehr gespendet als im restlichen Jahr – sei es aus Besinnlichkeit oder wegen der Steuer. Wer möchte, dass seine Spende auch wirklich etwas bewegt, der sollte aber einiges beachten, raten Experten. Insbesondere bei der Auswahl des Empfängers. „Nicht jede Organisation, die für Spenden wirbt und verspricht, Gutes zu bewirken, ist auch seriös“, mahnt Lydia Schwertner, Leiterin der Remscheider Beratungsstelle der Verbraucherzentrale – und rät dazu, sich vorab gut zu informieren.

Ein erstes Indiz sei zum Beispiel, wenn die Organisation als gemeinnützig anerkannt ist, sagt die Verbraucherschützerin. „Eine eigene Homepage ist hingegen kein Garant für die Vertrauenswürdigkeit einer Organisation.“ Professionell gestaltete Internetseiten könnten zwar vordergründig einen glaubwürdigen Eindruck erwecken, aber erst ein Blick ins Impressum verrate, wer hinter der Internetseite steckt: „Dort sollten konkrete Kontaktpersonen und eine Adresse genannt werden.“

Damit möglichst viel des gespendeten Geld auch das eigentliche Ziel erreicht, sei zudem wichtig, dass Verwaltungs- und Werbungskosten möglicht gering sind, erklären Experten immer wieder. Große Organisationen weisen dies meist in ihren Geschäftsberichten aus. Lokale Gruppen setzen in der Regel komplett oder überwiegend aufs Ehrenamt – hier ist der Verwaltungsanteil häufig besonders gering.

Orientierung bietet auch das Spenden-Siegel des Deutsche Zentralinstitut für soziale Fragen (DZI). Derzeit dürften sich damit rund 230 überwiegend soziale Organisationen schmücken, heißt es von der Verbraucherzentrale, die allerdings auch einschränkt: Geprüft würden nur Hilfswerke, die mindestens seit zwei Jahren tätig sind und mehr als 25 000 Euro Gesamteinnahmen pro Jahr haben, zudem müssten die die Kosten der Prüfung selber tragen. „Kleinere Organisationen können dies oft nicht leisten.“

Spenden: Der wichtigste Rat der Verbraucherzentrale

Egal ob große oder kleine Organisation, der wichtigste Rat der Verbraucherzentrale lautet: Vorschnelle Entscheidungen vermeiden. Gerade bei direkter Ansprache auf der Straße, an der Haustüre oder bei Spendenaufrufen in den sozialen Medien sollte man sich nicht zu einer raschen und unbedachten Spende verführen lassen. „Emotionsgeladene Texte und Mitleid erregende Fotos sind Kennzeichen unseriöser Werbung“, sagt die Verbraucherzentrale. Glaubwürdig seien hingegen „aussagekräftige Informationen und authentische Fotos mit einem erkennbaren Bezug zum jeweiligen Spendenzweck“.

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