Vor der ersten Tour das Rad und den Versicherungsschutz checken

E-Bikes und Pedelecs liegen seit Jahren im Trend – verlangen unter Umständen aber nach speziellen Versicherungen. Archivfoto: Christian Beier
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E-Bikes und Pedelecs liegen seit Jahren im Trend – verlangen unter Umständen aber nach speziellen Versicherungen. Archivfoto: Christian Beier

Im Frühling beginnt wieder die Zweirad-Saison – Besondere Tipps für junge Familien und E-Bike-Fahrer

Von Sven Schlickowey

BERGISCHES LAND Auch wenn sich das Wetter noch nicht so ganz entscheiden kann: Der Frühling ist da. Und mit den steigenden Temperaturen steigt auch die Zahl der Radfahrer wieder an. Dass der Drahtesel vor der ersten Tour zum Check muss, ist klar. Doch auch ein Blick auf den Versicherungsschutz kann durchaus sinnvoll sein.

So rät Arndt Köhler, Vorsitzender des Remscheider Bezirks im Bundesverband Deutscher Versicherungskaufleute, gerade jungen Familien dazu, die eigene private Haftpflichtversicherung zu überprüfen. Diese Versicherung zählen Verbraucherschützer ohnehin zu den wichtigsten Verträgen. Und sie übernimmt in der Regel auch Schäden, die unabsichtlich oder fahrlässig mit dem Fahrrad verursacht werden.

Da sie eine Familienversicherung sei, könne sie auch Schäden abdecken, die minderjährige Kinder anderen zufügten, wenn sie beispielsweise mit ihrem Fahr- oder Laufrad parkende Autos zerkratzten, sagt Köhler – der aber auch darauf hinweist, dass Kinder unter sieben Jahren und im Straßenverkehr sogar unter elf Jahren als nicht deliktfähig gelten. Wolle man in solchen Fällen Ärger aus dem Weg gehen, empfehle sich ein Vertrag mit einer sogenannten Kinderkulanzklausel.

Dabei verzichtet der Versicherer darauf, eine eventuelle Verletzung der Aufsichtspflicht zu überprüfen, allerdings in manchen Fällen verbunden mit bestimmten Höchstgrenzen bei den Schadenssummen. In den meisten modernen Haftpflichtversicherungen ist dieses Risiko schon mitversichert, Sicherheit bringt eine Nachfrage bei der eigenen Gesellschaft.

Auch E-Bike- und Pedelec-Fahrer sollten ihre Versicherungsgesellschaft kontaktieren, weil in vielen Haftpflichtversicherungen standardmäßig alle Schäden aus der Nutzung selbstfahrender Fahrzeuge ausgeschlossen sind.

Zudem empfiehlt Köhler, auch und vor allem E-Bike-Besitzern, einen Blick in die eigene Hausratversicherung. Denn die kommt unter Umständen infrage, wenn das Zweirad gestohlen wurde. Was bei elektrischen Fahrrädern schnell für Schäden im vierstelligen Bereich sorgen kann.

Rund 275 000 Fahrräder würden laut Polizeistatistik jedes Jahr in Deutschland gestohlen, sagt Köhler. Unter welchen Bedingungen und bis zu welchen Höchstbeträgen das von der eigenen Versicherung übernommen wird, ist von Vertrag zu Vertrag unterschiedlich. Bei manchen Tarifen muss ein möglicher Fahrrad-Diebstahl gegen Mehrbeitrag extra mitversichert werden. Auch hier kann eine konkrete Nachfrage helfen.

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