Alternative zu Big-Tech-Unternehmen

Volla Phone: Handy made in Remscheid

Hinter dem Volla Phone steckt der Remscheider Dr. Jörg Wurzer, er entwickelte das Telefon zusammen mit einem internationalen Team. Foto: Volla
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Hinter dem Volla Phone steckt der Remscheider Dr. Jörg Wurzer, er entwickelte das Telefon zusammen mit einem internationalen Team.

Remscheider Hallo Welt Systeme UG will Alternative zu Big-Tech-Unternehmen bieten.

Von Sven Schlickowey

Remscheid. Das Mobiltelefon „Made in Remscheid“ feiert seinen ersten Geburtstag mit einem Tag der offenen Tür. Am Freitag, 22. Oktober, bietet der Remscheider Hallo Welt Systeme UG, die Firma hinter dem Volla Phone, von 10 bis 18 Uhr die Möglichkeit, vor Ort Fragen zu dem außergewöhnlichen Handy und seinem Betriebssystem zu stellen. Gleichzeitig findet am Firmensitz im Coworking Space coWORLD in Remscheid-Lennep (Kölner Straße 102) ein Jubiläumsverkauf statt.

Im Oktober 2020 waren die ersten Volla Phones verschickt worden, zu den ersten Empfängern gehörten die Unterstützer einer Crowd-Funding-Kampagne, die die Entwicklung des Smartphones ermöglicht hatten. Seither habe man einige Tausend Geräte in über 50 Ländern verkauft, berichtet der Gründer und Geschäftsführer Dr. Jörg Wurzer.

Die meisten Kunden gebe es im deutschsprachigen Raum, man habe das Remscheider Mobiltelefon aber auch schon bis nach Australien, Neuseeland, Japan, Brasilien oder Jamaika verschickt, so Wurzer: „Aus einer Idee ist ein wachsendes Unternehmen mit knapp 20 Mitarbeitern geworden.“ Neben der Kernmannschaft in Deutschland seien Menschen aus Russland, Finnland, Ukraine, Indien und anderen Ländern an dem Projekt beteiligt.

Initiator war der Remscheider Dr. Jörg Wurzer, der das Telefon und das spezielle Betriebssystem vor allem unter zwei Gesichtspunkten entwickelte: Mit einer einfachen Bedienbarkeit, die den Benutzer nicht ständig ablenkt. Und mit einem besonders hohen Maß an Datensicherheit. Dazu gehören ein sicherer Browser sowie ein alternativer App-Store, der nur die Installation von Programmen zulässt, die keine Nutzer-Daten sammeln. Und eine aufgeräumte Bedienoberfläche mit nur zwei Steuerelementen.

Anfang Oktober startet das Remscheider Unternehmen zudem eine Partner-Initiative für mehr Datenschutz und digitale Selbstbestimmung, an der unter anderem die Bocholter Gigaset Communications GmbH, der Hardware-Hersteller des Volla Phones, die Berliner UBports Foundation, die hinter der Benutzeroberfläche Ubuntu Touch steht, der VPN-Anbieter Hide.m und StartMail teilnehmen.

Ziel sei es, eine Alternative zu Produkten der Big-Tech-Unternehmen wie Google und Apple zu bieten und dieses alternative Marktsegment zu erschließen, heißt es in einer Mitteilung: „Was für ein einzelnes Start-up zu ambitioniert erscheine, kann in der Zusammenarbeit gelingen.“

Das Unternehmen Ocon druckt und scannt für seine Kunden, versendet Briefe und Pakete und bearbeitet für sie den Post-Eingang.

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