Viele Tausend neue Mitarbeiterinnen zeigen nachhaltiges Handeln

Geschäftsführerin Julia Broy und Hobby-Imker Sven Chudzinski beobachten die neuen Mitarbeiterinnen bei ihrer Arbeit. Foto: Bettina Osswald
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Geschäftsführerin Julia Broy und Hobby-Imker Sven Chudzinski beobachten die neuen Mitarbeiterinnen bei ihrer Arbeit. Foto: Bettina Osswald

Werkzeughersteller nutzt Brachfläche auf dem Firmengrundstück als Nahrungsquelle für Honigbienen

REMSCHEID -wey- Der Remscheider Werkzeughersteller Solida hat neue Mitarbeiter bekommen. Ein paar Tausend sind es gleich geworden, besonders fleißige noch dazu – doch im Gegensatz zur bisherigen Belegschaft wirken sie nicht an der Herstellung von Meißelwerkzeugen für Hydraulik-, Druckluft- und Elektrohämmern mit, sondern produzieren Honig.

Seit Mai stehen auf dem Firmengelände drei Bienenstöcke. Für deren Bewohner hat Solida extra ein bisher ungenutztes etwa 1400 Quadratmeter großes Stück des Geländes zur Blumenwiese umfunktioniert. Um den Bienen eine Heimat und Nahrung zu geben. Und um das eigene Bemühen, um ökologisch-nachhaltiges Handeln sichtbar zu machen, wie es Geschäftsführerin Julia Broy ausdrückt: „Wir tragen auch eine ökologische Verantwortung.“ Das zeige sich im Werk durch Einsparungen beim Wasser- und Stromverbrauch sowie bei der Optimierung von Verpackungen. Und vor dem Werk auf der blühenden Blumenwiese.

Dass Unternehmen sich für Bienen engagieren, ist kein ganz neues Phänomen. Das Wohl der kleinen Insekten liegt vielen Menschen am Herzen, ihnen zu helfen, sorgt schnell für ein grünes Image. Und bringt zudem noch bis zu 60 Glas Honig pro Jahr und Bienenvolk, die man als Geschenke mit regionaler Herkunft an Mitarbeiter, Geschäftspartner oder auch soziale Einrichtungen verteilen kann.

So hat zum Beispiel die Volksbank Oberberg, die mit einer Geschäftsstelle in Remscheid-Bergisch Born vertreten ist, schon vor zwei Jahren zehn Bienenvölker geleast, die seither in mit Firmenlogo versehenen Bienenstöcken heimischen Honig herstellen. Auch die Etiketten der Honiggläser tragen ein Logo der Bank.

Und auch bei den Solida-Bienen spielt die Volksbank eine Rolle, wenn auch die Volksbank im Bergischen Land. Über die kamen Solida-Geschäftsführer Thomas Schäfer, der dem Aufsichtsrat des Geldinstituts vorsteht, und Hobby-Imker Sven Chudzinski, Mitarbeiter bei der Bank, ins Gespräch – und entwickelten zusammen die Idee.

„Für uns ist das ideal: Wir wissen, wer zu uns aufs Gelände kommt und haben einen kompetenten Partner für unser Umwelt-Projekt“, sagt Julia Broy. Während Chudzinski seine Völker an einem guten Standort mit ausreichend Nahrung und weit genug von den Muttervölkern in seinem Garten entfernt weiß.

Bei aller Freude über das Projekt und trotz der großen Blumenwiese auf dem Firmengelände, bis es den ersten Solida-Honig gibt, werden sich Julia Broy und Thomas Schäfer noch etwas gedulden müssen. Die erste Honigernte findet meist im Mai statt.

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