Tipps für den Einzelhandel

„Viele kleine Schräubchen“ helfen beim Energiesparen

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Angesichts stark gestiegener Strom- und Gaspreise ist das Energiesparen zum zentralen Leitgedanken dieser Tage geworden. 

IHK und Wirtschaftsförderungen geben dem Einzelhandel Tipps für den Winter.

Von Moritz Berger

Bergisches Land. Angesichts stark gestiegener Strom- und Gaspreise ist das Energiesparen zum zentralen Leitgedanken dieser Tage geworden. Für viele Einzelhändler wirft das die Frage nach pragmatisch umsetzbaren Maßnahmen auf, die effektive Einsparungen versprechen. Bei einer digitalen Informationsveranstaltung der Bergischen Industrie- und Handelskammer (IHK) und der Wirtschaftsförderungen im Städtedreieck gab es jetzt „viele kreative Konzepte“, mit denen der Handel durch diesen angespannten Winter kommen kann.

„Insbesondere Licht und Raumwärme sind die wesentlichen Faktoren beim Energieverbrauch“, erklärte Martina Faseler. Sie ist Referentin für Nachhaltiges Wirtschaften und Energie der Bergischen IHK. Gerade eine Optimierung der Beleuchtung verspreche großes Potenzial und beschränke sich nicht nur auf den Austausch von Leuchtmitteln. Ebenso kann die Lichtstärke angepasst werden. „Wenn es Stellen gibt, die nicht permanent beleuchtet werden müssen, lohnt es sich, über Bewegungsmelder nachzudenken.“ Der Einsatz von Lichtsteuerung und weiteren Maßnahmen ermögliche Einsparungen von bis zu 70 Prozent.

Den Verbrauch zu erfassen, hilft, Schwachstellen zu finden

Eine weitaus größere Rolle beim Energieverbrauch spielt Wärme, weshalb Martina Faseler auch hierbei Potenzial zum Sparen nannte. Sie empfahl einen hydraulischen Abgleich, bei dem Komponenten einer Heizungsanlage optimal aufeinander abgestimmt werden, sowie Isolierung von Rohren und Speichern. „Außerdem sollte man die Heizung an den tatsächlichen Bedarf anpassen“, betonte die Energiereferentin. Sie riet, die Regulierung automatisch anzulegen. Schließlich vergessen Menschen immer wieder, die Heizung herunterzudrehen oder das Licht auszuschalten.

„Der Energiebedarf ist sehr individuell“, hob Faseler hervor, so dass eine Energieberatung zu empfehlen sei. Außerdem sollte man den Verbrauch möglichst genau erfassen, um Schwachstellen zu erkennen und Maßnahmen für Einsparungen zu ermitteln. Martina Faseler wies zudem darauf hin, dass eine Beratung auch förderungsfähig sei durch das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA).

Strompreis geht durch die Decke: Wie viel kostet er aktuell in Deutschland? 

Weitere Informationsmöglichkeiten hinsichtlich Energiesparens und Förderprogrammen für Unternehmen stellte Jelena Nikolic vom Handelsverband Deutschland vor. Die Projektleiterin der Klimaschutzoffensive des Handels machte auf Leitfäden und Publikationen aufmerksam. Dabei wurde deutlich: „Es sind viele kleine Schräubchen, an denen man drehen kann.“

Eine davon sei auch Kommunikation, betonte Martina Faseler. Geschlossene Türen würden zwar nicht sonderlich einladend wirken, doch könne diese Maßnahme den Kunden gut vermittelt werden. „Fangen Sie einfach mal an“, ermutigte Faseler die Teilnehmer.

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