Pandemie

Verbrauchertipp: Bei Corona-Selbsttest auf die richtige Zulassung achten

Zeigt der Test nur einen Strich, ist er negativ. Absolute Sicherheit biete das aber nicht, sagt die Verbraucherzentrale. Foto: Roland Keusch
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Zeigt der Test nur einen Strich, ist er negativ. Absolute Sicherheit biete das aber nicht, sagt die Verbraucherzentrale.

Corona-Test für die Eigenverwendung aus Apotheken, Drogerien und Discountern.

Von Sven Schlickowey

Remscheid. Einmal pro Woche gibt es bereits einen kostenlosen Schnelltest – ergänzend dazu gibt es aber inzwischen auch Selbsttest bei Discountern, Apotheken und Drogeriemärkten zu kaufen. Lydia Schwertner von der Verbraucherzentrale in Remscheid gibt Tipps, was dabei wichtig ist.

„Beim Kauf sollten Testwillige darauf achten, ob es sich auch tatsächlich um einen Test für die Eigenanwendung, also einen für Laien zugelassenen Test handelt“, rät die Expertin. Denn anders als Schnelltest, die nur von geschultem Personal durchgeführt werden dürfen, sind die Corona-Selbsttests aufgrund der leichten Handhabung für die Eigentestung gedacht.

Erkennbar seine eine solche Zulassung unter anderem an einer CE-Kennzeichnung, die die Tests als Medizinprodukte tragen. Zum Start habe Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) zunächst sieben Corona-Schnelltests zur Selbsttestung zugelassen, so Schwertner: „Eine ständig aktualisierte Liste der Tests, die für Laien zur Eigentestung zugelassen sind, finden Sie auf der Homepage des BfArM.“ Hinweise in den Produkthinweisen wie „Nur für medizinisches Personal geeignet“ oder „Testdurchführung nur durch medizinisches Fachpersonal“ seien ein Indiz, dass es sich nicht um einen Do-ityourself-Test handelt.

Bei den bisher zugelassenen Testkits für die Eigenanwendung sei ein Nasenabstrich vorgesehen, berichtet Lydia Schwertner: „Die Abstriche können eigenständig aus der vorderen Nase entnommen werden, ein tiefes Eindringen in den Nasenrachenbereich ist nicht notwendig.“ Es sei aber auch davon auszugehen, dass auf absehbare Zeit auch Gurgel- oder Spucktests zugelassen würden.

„Wie alle Antigen-Schnelltests ist auch der Selbsttest nur eine Momentaufnahme, das heißt, schon am nächsten Tag könnte man Corona-positiv sein“, gibt die Verbraucherschützerin zu bedenken. Zudem hätten Antigen-Schnelltests eine gewisse Fehlerrate, da eine größere Menge an Viren erforderlich ist, um ein positives Ergebnis anzuzeigen. „Sie sind also nicht so zuverlässig wie ein PCR-Test.“ Wichtig sei es daher, auch bei einem negativen Ergebnis die Hygieneregeln wie Abstand, Händewaschen, Lüften und Maske weiterhin genau einzuhalten.

Fällt ein Selbsttest positiv aus, sollte ein PCR-Test zur Bestätigung durchgeführt werden, um das Ergebnis zu bestätigen. Der eigene Hausarzt oder die Hotline Tel. 116 117 können weiterhelfen. Bis das Ergebnis des PCR-Tests vorliegt, gilt Quarantänepflicht.

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