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„Tool Lab“ will Begeisterung für innovatives Handwerk wecken

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Werkzeuglabor führt Jugendliche an das kreative Gestalten heran. In Honsberg wird es in einem Werkstattneubau untergebracht.

Von Andreas Weber

Remscheid. Das Handwerk braucht Nachwuchs. Ein „Tool Lab“, übersetzt: Werkzeuglabor, soll helfen, junge Menschen für eine moderne, innovative Handwerksausbildung zu begeistern, und sie davon überzeugen, dass nicht nur eine akademische Laufbahn attraktiv sein kann. Das „Tool Lab“ wird initiiert von der Bergischen Struktur- und Wirtschaftsförderungsgesellschaft (BSW). In einem Konzept für die „Urbane Produktion im Bergischen Städtedreieck“ steht: „In Remscheid waren kleine Unternehmen schon weit vor der Industrialisierung mit der Herstellung von Werkzeugen wie Sägen und Feilen befasst. Remscheid gilt aufgrund seiner Gewerbestruktur als die letzte große Industriestadt NRWs.“ Beste Voraussetzungen, um hier das Pilotprojekt auf den Weg zu bringen, zunächst dezentral in allen drei bergischen Metropolen.

Im Ausschuss für Wirtschaftsförderung und Mobilität brachte BSW-Geschäftsführerin Uta Schneider den Grundgedanken näher, der darauf hinausläuft, das Labor langfristig als Gegenstück zur Junior-Uni in Wuppertal zu etablieren. „Die Region bekommt mit dem Tool Lab als Nachwuchsplattform einen Ort, an dem sich junge Menschen, Eltern, Lehrkräfte und Handwerker neugierig auf Augenhöhe begegnen.“ Kinder sollen an dem außerschulischen Lernort kreativ arbeiten, handwerklich gestalten.

Das Projekt wird als Mieter einen festen Standort in Honsberg erhalten. Im von der Montag-Stiftung getragenen Stadtteilentwicklungsprojekt in der Siemens- und Halskestraße wird es einen Werkstattneubau geben. Umgesetzt wird dieser vom Kölner Architektenbüro Wolfgang Zeh. Die Honswerkstatt soll der Ort sein, wo Kinder und Jugendliche sägen, hämmern, hobeln und schrauben. Partner aus Handwerk und Kultur entwickeln altersgerechte Angebote, bei denen das praktische Lernen durch Selbermachen im Vordergrund stehen.

Baubeginn soll Mitte 2024 sein, der Neubau drei abrissreife Siedlungshäuser ersetzen. Die Fertigstellung erfolgt in 2025. Nächster Schritt wird die Gründung eines Fördervereins sein, der die Idee finanziell unterstützen soll. Auf die Frage im Ausschuss, ob es städtischer Hilfe bedürfe, erklärte Uta Schneider, dass anfangs nicht so viel Kapital vonnöten sei. Bezifferbar sei die Summe auch nicht. Die im „Tool Lab“ stattfindenden Kurse würden stufenweise aufgebaut.

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