Digital Valley

Studierende helfen Unternehmen bei der Digitalisierung

Tristan Langer ist technischer Leiter von DIVABRE.
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Tristan Langer ist technischer Leiter von DIVABRE.
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Beim Projekt DIVABRE der Bergischen Uni werden die ersten konkreten Aufgabenstellungen bearbeitet.

Von Manuel Böhnke

Bergisches Land. „Digital Valley Bergische Region“ (DIVABRE) – mit diesem Projekt möchte die Bergische Universität Wuppertal zwei Gruppen zusammenbringen: Exzellente Nachwuchskräfte unterstützen Unternehmen aus der Region bei der Digitalisierung. Gelingen soll das mittels Challenges. Dabei bearbeiten die Studierende konkrete Aufgabenstellungen aus der Praxis der Betriebe. Bislang haben lediglich Test-Durchläufe stattgefunden, berichtet der technische Projektleiter Tristan Langer. Nun sind die ersten beiden Challenges zusammen mit Unternehmen gestartet.

Damit die Aufgaben bearbeitet werden können, wurde unter Leitung des Lehrstuhls für Technologien und Management der Digitalen Transformation eine Data-Science-Plattform entwickelt. Unterstützt wird das Projekt vom nordrhein-westfälischen Ministerium für Kultur und Wissenschaft.

Die erste Challenge hat das Wuppertaler Unternehmen P. F. Freund & Cie GmbH gestellt. Der Hersteller von Werkzeugen für Dachdecker, Bauklempner, Spengler und Zimmerer möchte seinen Einkauf optimieren. Das Ziel: Ein Modell soll vorhersagen können, wann wie viele Produkte voraussichtlich bestellt werden, um die notwendige Materialbeschaffung zu optimieren.

Im Herbst soll es neue Aufgabenstellungen geben

Um die Aufgabe zu lösen, hat der Betrieb Daten zu seinen Warenausgängen von Anfang 2019 bis Mitte Mai 2022 bereitgestellt. Die Teilnehmer sollen ein Modell entwickeln, das mittels künstlicher Intelligenz den Warenausgang für Juni 2022 auf wöchentlicher Basis vorhersagen kann.

Die Challenge bearbeiten können Studierende und andere Interessierte aus der Region. Ihnen winkt ein Preis, den die teilnehmenden Unternehmen individuell festlegen. Weitere Kosten entstehen ihnen nicht. Im Optimalfall erhalten die Betriebe eine Lösung ihres Problems, die Studierenden sammeln Praxiserfahrung und knüpfen Kontakte zur hiesigen Wirtschaft.

Die zweite Challenge bezieht sich auf das von der Wuppertaler Berger-Gruppe initiierte Projekt zum Hochwasserschutz in der Region. Die Teilnehmer sollen Daten auswerten, die Sensoren rund um die Wupper gesammelt haben, und auf Grundlage von Deep-Learning-Modellen Vorhersagen zu Pegelständen treffen.

Den ersten beiden Challenges sollen weitere folgen, kündigt Tristan Langer an. „Wir haben bereits mit 15 Unternehmen aus der Region gesprochen und befinden uns nach wie vor im Austausch“, erklärt er. Voraussichtlich im Oktober soll es die nächsten Aufgabenstellungen geben.

Weitere Informationen zu DIVABRE gibt es unter www.divabre.de

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