Übernachtungen

Stimmung in der bergischen Hotelbranche hellt sich auf

Holger Piwowar sieht die im Mai gestiegenen Übernachtungszahlen als Hoffnungsschimmer an.
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Holger Piwowar sieht die im Mai gestiegenen Übernachtungszahlen als Hoffnungsschimmer an.
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Im Mai knüpften die Übernachtungszahlen ans Vor-Corona-Niveau an, doch Unsicherheiten bleiben.

Von Katharina Rüth und Manuel Böhnke

Bergisches Land. Für die Hotelbranche geht es wieder aufwärts, wenn auch langsam. Aktuelle Zahlen des Statistischen Landesamts zeigen einen positiven Trend. Die Zahl der Übernachtungen im Städtedreieck stieg im Mai auf 77 738 – mehr als zweieinhalb mal so viel wie im Mai 2021. Der Wert liegt sogar leicht über dem aus dem Vor-Corona-Jahr 2019.

„Es wird deutlich besser“, bestätigt Isabel Hausmann, stellvertretende Geschäftsführerin des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbands Nordrhein, erfreut.

Von einer „Hoffnung auf Trendwende“ spricht Holger Piwowar. Er ist der Geschäftsführer des Vereins Bergisch Land Tourismus Marketing. 2019 sei für Remscheid, Wuppertal und Solingen ein Rekordjahr in Sachen Ankunfts- und Übernachtungszahlen gewesen. Dass der Mai 2022 an dieses Ergebnis anknüpfen konnte, gebe Anlass zu Optimismus.

Die Zahl der Übernachtungen haben sich in allen drei bergischen Großstädten im Mai im Vergleich zum Vorjahr deutlich positiv entwickelt. Mit 59 924 war Wuppertal der klare Platzhirsch, Remscheid folgt mit 9387, Solingen mit 8427 Übernachtungen.

Wuppertal ist das Zugpferd, bestätigt Piwowar, Solingen dagegen in Sachen Bettenkapazitäten tendenziell unterbesetzt. Dies sei ein denkbarer Grund, warum die Klingenstadt in Sachen Übernachtungen hinter dem kleineren Remscheid zurückbleibt. „Vor allem im Drei-Sterne-Bereich gibt es in Solingen Nachholbedarf“, sagt Piwowar.

Der positive Trend kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass das Gastgewerbe einen schwierigen Start ins Jahr 2022 erlebt hat. Nimmt man Januar bis Mai in den Blick, kommt das Städtedreieck auf 259 629 Übernachtungen, im gleichen Zeitraum drei Jahre zuvor waren es 340 805.

Förderung hilft dabei, die Region bekannter zu machen

Wie sich die Zahlen im weiteren Verlauf des Jahres entwickelt, ist Piwowar zufolge vom Fortgang der Corona-Pandemie im Herbst und Winter abhängig. Zum anderen müsse sich zeigen, wie sich die wirtschaftliche Unsicherheit auf das Konsumverhalten auswirkt. „Noch habe ich den Eindruck, dass niemand am Reisen sparen möchte.“

Davon könne das Bergische profitieren. Die Region punkte neben ihren Sehenswürdigkeiten als Standorts fürs Wandern und Radfahren. „Wir haben unsere Nische gefunden.“ Diese Stärken möchte Bergisch Land Tourismus Marketing ausspielen. Dafür stehen in den kommenden Monaten 700 000 Euro aus dem Förderprogramm REACT-EU zur Verfügung. Die Mittel sollen dabei helfen, Marketinginhalte über die Region zu erstellen und diese prominent zu verbreiten.

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