Messe offenbart Schwächen und Stärken

IAA Mobility hinterlässt gemischte Gefühle

Staatssekretär Christoph Dammermann und Stephan A. Vogelskamp in einem WSW mobil Cab, das in Wuppertal getestet wurde am automotiveland.nrw-Stand (E-Taxi 
zusammen mit einer On Demand-App)
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Staatssekretär Christoph Dammermann und Stephan A. Vogelskamp in einem WSW mobil Cab, das in Wuppertal getestet wurde am automotiveland.nrw-Stand (E-Taxi  zusammen mit einer On Demand-App).
  • Manuel Böhnke
    VonManuel Böhnke
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Automotiveland NRW vertrat die Region bei Messe in München.

Bergisches Land. Mit gemischten Gefühlen ist Stephan A. Vogelskamp von der Münchener IAA Mobility zurückgekehrt. „Für unsere Region waren das erfolgreiche Tage“, betont der Geschäftsführer des Clusters Automotiveland NRW mit Sitz in Solingen. Die Neukonzeption der Traditionsmesse habe einige Schwächen offenbart. Hinzu kommen Probleme wie die Halbleiter-Krise und aufstrebende Konkurrenten aus China, die die Branche vor Herausforderungen stellen.

Mit der diesjährigen Ausgabe wollte sich die IAA neu erfinden. Geboten wurden in der bayerischen Landeshauptstadt nicht nur die Neuheiten der Automobilindustrie, sondern auch Fahrräder, E-Scooter und andere Mobilitätslösungen. Gegenüber der Fachzeitung Automobilwoche kommentierte Vogelskamp vor einigen Tagen: „Es war eine der größten Fahrradmessen, die ich kennenlernen durfte.“ Dabei sei er nicht gegen eine Neuausrichtung, stellt er im Gespräch mit dieser Zeitung klar. Die IAA Mobility sei ihm jedoch zu diffus gewesen, der rote Faden habe gefehlt. Vielmehr hätte sich der Wirtschaftsförderer gewünscht, dass die Veranstaltung das Thema Mobilität der Zukunft in einen größeren Gesamtzusammenhang stellt – etwa mit einem stärkeren Fokus auf erneuerbaren Energien.

Ein weiteres Manko: Viele Verantwortungsträger der Branche blieben der Messe fern. Nicht nur die Zulieferbetriebe aus dem Bergischen mussten deshalb auf wichtige Gespräche verzichten. Auch einige Hersteller kamen nicht zur IAA Mobility oder setzten auf kleinere Auftritte als bei den vorherigen Ausgaben. In Erinnerung geblieben ist Vogelskamp dagegen die auffallende Präsenz der chinesischen Automarke Wey mit „absolut spannenden Hybridfahrzeugen“: „Das sollte ein Weckruf für die etablierten Hersteller sein. Es braucht eine klare Strategie, wie man sich gegen diese Konkurrenz behaupten kann.“

Asiatischer Automobilhersteller interessiert sich für das Bergische

Trotz allem zeigte sich Stephan A. Vogelskamp nach der coronabedingten Absage vieler Messen froh, „dass man sich wieder persönlich begegnen kann“. Automotiveland NRW als diesjährige Dachmarke des NRW-Gemeinschaftsstandes präsentierte unter anderem die Projekte „Bergisch Smart Mobility“ sowie „CAMO.NRW“ (Centrum für Automatisierte Mobilität). Darüber hinaus gab es Gespräche mit 14 israelischen Start-ups, die ihre Innovationen zur Digitalisierung und Elektrifizierung vorstellten. Im Winter soll der Austausch vertieft werden.

Zudem wurden Kontakte zu einem asiatischen Automobilhersteller geknüpft, mit dem gemeinsame Projekte im Bergischen Land angestrebt werden. Für Stephan A. Vogelskamp ein Zeichen, dass sich das Bergische vor dem Wandel der Mobilität nicht fürchten muss. „Mit unserer Innovationskraft können wir bei dieser Entwicklung ein Motor sein.“

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