Glytter

Glitzerpulver soll Getränken das gewisse Etwas geben

Glytter in Aktion: Das hochpigmentierte Glitzerpulver färbt den eigentlich transparenten Gin Tonic blau. Foto: Vanicon Ventures GmbH
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Glytter in Aktion: Das hochpigmentierte Glitzerpulver färbt den eigentlich transparenten Gin Tonic blau.
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Das Solinger Start-up Vanicon Ventures möchte mit einer „Schnapsidee“ durchstarten.

Von Manuel Böhnke

Solingen. Es ist im wahrsten Sinne des Wortes eine Schnapsidee gewesen. Bei einem gemeinsamen Barbesuch saßen Marius Dornbusch und Benjamin Busch vor ihren Gin Tonics. Die Solinger Jungunternehmer bemerkten: „Die sehen überall gleich langweilig aus.“ Aus dieser Feststellung wurde im vergangenen Jahr ein Plan. Das Ziel: ein Produkt, das Getränke aller Art optisch aufwertet. „Glytter“, seit wenigen Wochen auf dem Markt, soll genau das erreichen.

Sechs Monate hat die Entwicklung in Anspruch genommen. An dem Prozess waren externe Partner wie ein Labor und ein Experte für Lebensmittelrecht beteiligt. „Wir haben verschiedene Prototypen getestet, bis wir die perfekte Rezeptur hatten“, berichtet der 31-jährige Dornbusch. Herausgekommen ist Glytter, ein laut Angaben des Herstellers „essbares, hochpigmentiertes Glitzerpulver, welches Getränken beigemischt wird“. Dadurch soll ein „atemberaubender Effekt“ entstehen.

Glitzer besteht aus natürlichen Farbstoffen

Durch das Bewegen des Glases sowie die Kohlensäure werden die Pigmente immer wieder aufgewirbelt. Einen Einfluss auf den Geschmack und die Konsistenz der Flüssigkeit habe Glytter nicht, versichert Marius Dornbusch: „Man merkt nur am Aussehen, dass dem Getränk etwas beigemischt wurde.“

Zum Einsatz kommen lediglich natürliche Farbstoffe, die beispielsweise aus Roter Beete oder Süßkartoffeln gewonnen werden. Zwölf verschiedene Farbtöne stehen zur Auswahl. Ein Döschen mit zehn Gramm Inhalt kostet 8,95 Euro und genügt Dornbusch zufolge bei normaler Dosierung für mehr als 100 Getränke.

Die Nachfrage sei „sehr groß“. Bisher wird Glytter übers Netz vertrieben. Doch es häufen sich Anfragen von Supermärkten und Gastronomiebetrieben, berichtet der 31-Jährige. Sukzessive soll ein Vertrieb aufgebaut werden.

Glytter wird zwar nicht in Solingen produziert. Lager und Büro befinden sich jedoch im Gewerbegebiet Ober der Mühle. Dort ist der Sitz der Vanicon Ventures GmbH mit ihren Geschäftsführern Marius Dornbusch, Benjamin Busch und Sascha Hohl. Sie haben sich auf die Fahne geschrieben, Onlinehandel neu zu denken. Aktuell bilden zwei Marken das Fundament des Unternehmens. Neben Glytter ist das „Goodbake“ mit Backzutaten und -zubehör.

Dornbusch und Busch waren es, die gemeinsam den Entschluss trafen, Vanicon zu gründen. Zuvor hatten sie in derselben auf Onlinehandel spezialisierten Agentur gearbeitet. „Ich wollte mich selbst verwirklichen und meine eigenen Ideen umsetzen“, erklärt Dornbusch den Schritt in die Selbstständigkeit. Inzwischen habe Vanicon sieben Mitarbeiter – weitere werden derzeit gesucht. „Wir möchten die nächsten Schritte gehen.“

www.glytter.eu

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