Industrieverband Schneid- und Haushaltwaren

Messer- und Besteck-Hersteller: Jahr nicht so schwierig wie befürchtet

Hartmut Gehring (l.) wurde als IVSH-Vorsitzender wiedergewählt, Jens-Heinrich Beckmann bleibt Geschäftsführer. Archivfoto:Uli Preuss
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Hartmut Gehring (l.) wurde als IVSH-Vorsitzender wiedergewählt, Jens-Heinrich Beckmann bleibt Geschäftsführer.

Die Corona-Krise trifft auch die Solinger Messer- und Besteck-Hersteller – aber nicht so schlimm, wie anfangs befürchtet.

Von Sven Schlickowey

Solingen. Das wurde bei der Mitgliederversammlung des Industrieverbandes Schneid- und Haushaltwaren (IVSH) deutlich. Die zunächst sehr negativen Prognosen aus dem Frühjahr hätten sich bislang nicht bestätigt, teilte der Verband mit Sitz in Solingen im Nachgang zu der Sitzung mit. Die hatte, nach zwei vergeblichen Versuchen, sie als Präsenzveranstaltung durchzuführen, coronabedingt online stattgefunden.

In der ersten Jahreshälfte habe es Umsatzrückgänge in Höhe von 30 Prozent und mehr gegeben, bestätigt IVSH-Geschäftsführer Jens-Heinrich Beckmann. „Mit den Ende Juni eingetretenen Lockerungen setzte allerdings dann ein deutlich spürbarer Nachholeffekt ein, und außerdem wuchs der Onlineumsatz bei den meisten Firmen überdurchschnittlich stark.“ Wohl auch, weil sich viele Menschen verstärkt zu Hause aufhalten und das Geld dank ausgefallener Urlaubsreisen zur Verfügung steht, vermutet Beckmann.

Bei Küchenhelfern gibt es sogar ein leichtes Plus

Davon profitiere insbesondere der Bereich der Küchenhelfer sowie die Hersteller von Töpfen und Pfannen, berichtet Beckmann. Hier gebe es sogar einen leichten Zuwachs von vier Prozent. Dieser werde fast ausschließlich im Inland erwirtschaftet, unter anderem im Online-Geschäft. „Sehr stark haben sich aber auch die Umsätze in großen Möbelhäusern entwickelt, und erfreulicherweise konnten die klassischen Fachhändler im dritten Quartal wachsende Umsätze verzeichnen.“ Diese würden im aktuellen „Lockdown light“ aber wieder sinken.

Weiter unter Druck befänden sich die Hersteller von Bestecken, hier gebe es derzeit ein Minus von etwa sieben Prozent. Nicht zuletzt wohl auch, weil das Geschäft mit Hotels und Gaststätten im laufenden Jahr die stärksten Einbußen hinnehmen musste. Und auch der Export von Messer laufe „nach wie vor schlechter als vor Jahresfrist, weshalb es hier während der ersten drei Quartale einen Rückgang von rund zehn Prozent gab“.

Der IVSH vertritt derzeit rund 80 Mitgliedsunternehmen, viele davon, insbesondere aus den Bereichen Schneidwaren und Besteck, mit Sitz in Solingen. Vorsitzender des Vereins bleibt Hartmut Gehring von der Solinger Gehring GmbH, der wie seine Stellvertreter Rudolf Rohe (Josef Schulte-Ufer KG) und Ralf Zimmermann (Otto Röhrig Gesenkschmiede) wiedergewählt wurde. Auch die anderen bisherigen Vorstandsmitglieder, darunter Eike Sträter von der Solinger Flügel CSS GmbH & Co KG und Peter Schultes von der Solinger Picard & Wielpütz GmbH & Co KG wurden in ihrem Amt bestätigt. Neu in den Gesamtvorstand, der nun aus neun Mitgliedern besteht, gewählt wurde zudem Viola Wüsthof, geschäftsführende Gesellschafterin der Wüsthof GmbH.

Ebenfalls erhalten bleibe der Geschäftsführer, teilt der IVSH außerdem mit. Jens-Heinrich Beckmann, der im April sein 25-jähriges Dienstjubiläum feierte, werde den Verband auch in den kommenden Jahren führen.

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