Tradition seit 15 Jahren

Schneidwarenfabrik erweitert Produktionsfläche

Sebahate (2. v. l.) und Shpend Ibrahimi (M.) begrüßten mit ihren Töchtern Elona und Erina (r.) die Gäste zur Einweihung der Edrei-Erweiterung, darunter Konsul Kenan Islami.
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Sebahate (2. v. l.) und Shpend Ibrahimi (M.) begrüßten mit ihren Töchtern Elona und Erina (r.) die Gäste zur Einweihung der Edrei-Erweiterung, darunter Konsul Kenan Islami.
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Solinger Firma Edrei ist ein Familienunternehmen durch und durch.

Von Manuel Böhnke

Solingen. Keine 30 Jahre lebt Shpend Ibrahimi in Deutschland. 1993 musste er seine Heimat, die kosovarische Hauptstadt Pristina, wegen des Balkankrieges verlassen. „Solingen war für mich genau der richtige Ort“, sagt der Unternehmer. Denn mit seinen Fähigkeiten konnte der gelernte Maschinenbautechniker in der metallverarbeitenden Industrie der Klingenstadt beruflich schnell Fuß fassen. 2007 wagte er mit seiner Frau Sebahate Ibrahimi den Schritt in die Selbstständigkeit. Inzwischen besteht ihr Unternehmen Edrei seit 15 Jahren, hat mehr als 20 Beschäftigte und feierte in der vergangenen Woche die Erweiterung des Firmensitzes.

Der Anbau ist an der Solinger Ziegelstraße entstanden. Dort ist das Unternehmen seit 2011 beheimatet. In den ersten Jahren vollbrachte der Betrieb seine Lohnfertigungen für Solinger Schneidwarenfirmen in kleineren Räumen. Der heutige Produktionsstandort liegt in unmittelbarer Nachbarschaft der Karl Clauberg GmbH. Dort war Shpend Ibrahimi 15 Jahre lang Betriebsleiter. Edrei ist ein echtes Familienunternehmen. Inhaberin ist Sebahate Ibrahimi, die Geschäftsleitung bilden Shpend und sein Bruder Herkul Ibrahimi. Auch die drei Töchter des Ehepaares – Elona, Erina und Ema – helfen im elterlichen Betrieb.

„Wir brauchten mehr Platz“, erklärt Shpend Ibrahimi die Erweiterung der Produktionsfläche auf rund 2000 Quadratmeter. Der Schritt gehe mit einer Modernisierung des Maschinenparks einher. Der wurde in der bisherigen Geschichte des Unternehmens sukzessive erweitert. 2012 nahm Edrei das Thema Kunststoffverarbeitung in den Blick, um Messergriffe fertigen zu können. Drei Jahre später wurde eine Holzproduktionsabteilung aus der Taufe gehoben. Bereits 2014 erfolgte ein wichtiger Schritt für das Unternehmen: Edrei hat die traditionsreiche Messermarke Eikaso übernommen.

Dienstleistungen für andere Firmen spielen wichtige Rolle

50 Prozent des Geschäfts mache die eigenen Schneidwaren für das Unternehmen aus. Die andere Hälfte werde mit Dienstleistung für andere Firmen erwirtschaftet, erklärt Shpend Ibrahimi. Der Geschäftsleiter gesteht ein, dass die derzeit hohen Preise für Rohstoffe und Energie Herausforderungen sein, gibt sich jedoch optimistisch: „Wir schaffen das.“

Das bekräftigte Jens-Heinrich Beckmann. „Verlieren Sie nie den Mut, den Sie schon so oft bewiesen haben“, gab der Geschäftsführer des Industrieverbands Schneid- und Haushaltswaren den Edrei-Verantwortlichen auf den Weg. Anerkennung für das Erreichte äußerten bei der Einweihung des Neubaus auch Kenan Islami, der Konsol des Kosovo, und Andreas Budde. „An Edrei kann man ablesen, was Familienunternehmen bedeutet“, betonte Solingens Planungsdezernent. Diese Aussage unterstrich, dass die Töchter Elona und Erina durch die Einweihung führten: „Wir packen alle mit an.“

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